41 Tonnen
Mehr als ein Fracht-Container: Müll-Bilanz der Stadt zu Silvester
02.01.2026 – 19:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Silvestermüll am Neujahrstag in München: Reinigungskräfte der Stadt rückten bereits um kurz nach Mitternacht aus. (Quelle: IMAGO/Revierfoto/imago)
So schön das Feuerwerk auch ist, so viel Müll hinterlassen die Feierlichkeiten. Die Stadt hat nun eine erste Bilanz veröffentlicht.
Neben Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften hatte auch die Stadtreinigung wieder alle Hände voll zu tun. Das gab die Stadt am Freitag (2. Januar) bekannt. Demnach rückten erste Reinigungskräfte bereits kurz nach Mitternacht aus, um die Straßen für den morgendlichen Verkehr freizuräumen. Andernorts werden die Reinigungsarbeiten wohl noch andauern.
Die gute Nachricht ist: Es fiel weniger Müll an als im Vorjahr. Die schlechte Nachricht ist: vorläufigen Schätzungen zufolge sind es immer noch 41 Tonnen Müll. Zum Vergleich: Ein standardisierter Frachtcontainer, wie er auf Schiffen weltweit transportiert wird, fasst 26 Tonnen. Heißt also: Mehr als anderthalb Frachtcontainer hätten mit der Menge an Müll, die in der Silvesternacht anfiel, gefüllt werden können.
Laut Mitteilung der Stadt fielen am Friedensengel, wo die Reinigungskräfte ihren Einsatz begannen, etwa drei Tonnen an. Im Stadtteil Schwabing kamen zehn Tonnen zusammen, im Einsatz waren zunächst etwa 185 Mitarbeiter. In den frühen Morgenstunden des Neujahrstages wurden die Reinigungsarbeiten weiter ausgedehnt.
Wenig überraschend hatte die Stadtreinigung, bewaffnet mit Kehrmaschinen, Lkw-Kippern und weiteren Fahrzeugen, besonders viel an den beliebten Hotspots zu tun – dort, wo besonders viele Menschen den Jahreswechsel feiern und Feuerwerk sehen sowie abfeuern möchten. Dazu gehören:
Demnach haben die Stadtgärtner aktuell immer noch alle Hände voll zu tun, um die Grünanlagen der Stadt, wie die Wiesen um den Olympiaberg herum oder den Nymphenburger Park, vom Silvestermüll zu befreien. Denn dort könne man nicht mit Kehrmaschinen anrücken: „Auf Wiesen- und Beetflächen und zwischen Gehölzen muss der Müll in Handarbeit entfernt werden.“
Im bundesweiten Vergleich liegt München damit auf dem zweiten Platz: Wie der Verband kommunaler Unternehmen (vku) am Freitag mitteilte, fiel nur in Frankfurt am Main mehr an, rund 44 Tonnen. In Hamburg hingegen hinterließen die Feiernden deutlich weniger: etwa 16 Tonnen musste die Stadt dort beseitigen.
Immerhin ist die Menge leicht zurückgegangen: Im vergangenen Jahr mussten die Reinigungskräfte nämlich noch 49 Tonnen Müll einsammeln – damit wären fast zwei Frachtcontainer voll.
