Die Bauarbeiten für das Großprojekt fingen bereits 2023 an und bedeuten für Anwohner zunächst mehr Stau und Schienenersatzverkehr. „Die mussten früher Geduld haben, an den Schranken zu stehen und müssen momentan noch mehr Geduld haben, durch die vielen Sperrmaßnahmen und Umleitungen, die es in der Stadt gibt“, sagte der Lübbenauer Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos).
Die Gesamtfertigstellung sei laut Steffen Kleiner für 2027 geplant. Mit den neuen Unter- und Überführungen bereitet die Bahn auch den Ausbau des zweiten Gleises zwischen Lübbenau und Cottbus vor. Dadurch soll es ab 2027 zwischen Berlin und Cottbus dann auch eine Zugverbindung im 30-Minuten-Takt geben. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 75 Millionen Euro, damit gehört es zu den teuersten Baustellen im Spreewald. Die Kosten seien im Rahmen der Planung von fast 20 Jahren gestiegen, sagte Bürgermeister Wenzel. Lübbenau sollte ein Drittel davon ursprünglich selbst bezahlen, aber durch ein neues Gesetz bekommt die Stadt die neuen Bauten nun, ohne sich finanziell zu beteiligen. Ursprünglich sollte Lübbenau rund ein Drittel der Kosten selbst tragen. Ein neues Gesetz entlastet die Stadt aber nun und die Übergänge entstehen ohne eigene finanzielle Beteiligung.