Gelsenkirchen (NRW) – Bisher hieß es, die Tresor-Einbrecher von Gelsenkirchen-Buer hätten direkt nach Weihnachten bei ihrem spektakulären Sparkassen-Einbruch Beute im Wert von rund 30 Millionen Euro gemacht. Eine gigantische Summe. Doch tatsächlich hat die weiter flüchtige Bande nach BILD-Informationen in den Schließfächern noch viel mehr gefunden!

90 Prozent der mehr als 3000 Schließfächer wurden aufgebrochen und geplündert. BILD erfuhr jetzt, dass der Wert der Beute die Summe von 100 Millionen Euro übersteigen soll.

Filiale über Weihnachten geschlossen

Die Filiale war über Weihnachten geschlossen, die Täter müssen über die Feiertage oder das Wochenende danach in die Bank eingedrungen sein. Dabei verschafften sie sich über ein Parkhaus Zugang über eine Tiefgarage und drangen in einen Archivraum der Sparkasse ein.

Von dort aus bohrten sich die Kriminellen mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum und plünderten fast alle der 3250 Schließfächer.

Mit einem Spezialbohrer bohrten sich die Panzerknacker in den Tresorraum

Das Loch, das die Panzerknacker mit einem Spezialbohrer bohrten

Foto: -/Polizei Gelsenkirchen/dpa

Jedes Fach ist mit bis zu 10.300 Euro versichert. Rein rechnerisch wurde der Schaden zunächst auf bis zu 33.990.000 Euro geschätzt, da fast alle Fächer geplündert worden sind. Doch nun kommt heraus, dass der Schaden viel höher sein soll.

So fiel der Coup auf

Der Coup fiel erst durch einen Brandmeldealarm am 29. Dezember 2025 um 3.59 Uhr auf, obwohl es schon in den frühen Morgenstunden des 27. Dezember einen Brandmeldealarm gegeben hatte. Laut Polizei wurden dabei jedoch keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Ob auch zu diesem frühen Zeitpunkt der Einbruch bereits Ursache des Alarms war, bleibt unklar.

Nach Tresor-Einbruch auf die Sparkasse: „Wir wollen rein! Wir wollen rein!“

Quelle: BILD30.12.2025

Schließfächer gut gesichert? Eigentlich…

Bei Bankschließfächern gibt es normalerweise ein sicheres Zwei-Schlüssel-Verfahren. Damit sich nicht Unbefugte Zugang verschaffen können, muss der Kunde zunächst seinen Schlüssel und den Ausweis zur Identifikation in die Filiale mitbringen.

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Dann begleitet der Bankmitarbeiter den Kunden zum streng gesicherten Tresorraum, um mit einem Bank- und dem Kundenschlüssel das Schließfach zu öffnen.