Animation in Europa, der Verband der Animationsproduzenten in Europa, hat Österreich, Lettland, Kroatien, Ungarn, die Slowakei und Armenien als neue Mitglieder begrüßt. Damit vereint der Verband nun Fachleute aus 27 europäischen Ländern (24 aus der EU sowie Norwegen, Großbritannien und Armenien) und 30 Berufsverbänden (27 Vollmitglieder und drei assoziierte Mitglieder).
Während der Generalversammlung beim Annecy Festival wurde ein neuer Vorstand für die Amtszeit 2025–2026 gewählt und neue strategische Prioritäten angekündigt, um einige der dringendsten Herausforderungen der Branche anzugehen.
Der neu gewählte Vorstand spiegelt die Vielfalt der europäischen Animation wider und bringt Film- und Serienproduzenten aus dem gesamten Kontinent zusammen: Ivan Agenjo (DIBOOS/ProAnimats, Spanien), Philippe Alessandri (AnimFrance, Frankreich), Annemie Degryse (VOFTP, Belgien Flandern), Moe Honan (Animation Ireland, Irland), Robert Jaszczurowski (SPPA, Polen) und Réka-Tempel (HAPA, Ungarn).
Animation in Europe hat vier Hauptprioritäten für die neue Amtszeit 2025–2026 skizziert:
- Die bevorstehende Überarbeitung der AVMD-Richtlinie, mit dem Ziel einer stärkeren Unterstützung des Animationssektors innerhalb der Europäischen Union.
- Die Entwicklung einer europäischen Carbon Footprint-Rechner zugeschnitten auf die Animationsbranche.
- Unterstützung für Anima Mundi, eine akademische Forschungsinitiative, die die kulturellen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der europäischen Animation untersucht.
- Und ein konstruktiver Dialog mit europäischen Rundfunkanstalten das Geschäftsmodell für Zeichentrickserien zu überdenken und originelle Inhalte zu fördern.
In diesem Geiste organisiert Animation in Europe eine Konferenz während des Annecy Festivals am Donnerstag, den 12. Juni um 10 Uhr mit dem Titel „Alle im selben Boot“ (Salle de l’Europe, erster Stock, Impérial Palace, MIFA), um ein branchenweites Gespräch mit Rundfunkveranstaltern über ihren Beitrag zur Finanzierung europäischer Zeichentrickserien zu eröffnen.
Die Aufnahme Österreichs (ASIFA Austria), Lettlands (LAA), Kroatiens (HRUP), Ungarns (APA) und der Slowakei (APAF) als Vollmitglieder sowie Armeniens (AAA) als assoziiertes Mitglied spiegelt die anhaltenden Bemühungen von Animation in Europe wider, die Stimme europäischer Animationsproduzenten zu vereinen und zu stärken. Zu den Vollmitgliedern zählen nun Berufsverbände aus 24 EU-Ländern sowie Norwegen und Großbritannien, während die assoziierte Mitgliedschaft Verbänden aus anderen europäischen Ländern wie Armenien offen steht. Die konkreten Aufgaben des neuen Vorstands – einschließlich der Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten – werden in der ersten Vorstandssitzung Ende Juni/Anfang Juli festgelegt.
„Wir können stolz darauf sein, dass es Animation in Europe nach weniger als einem Jahrzehnt gelungen ist, 27 Länder und 30 Verbände innerhalb der EU zu vereinen und ein wichtiger Diskussionspartner der Europäischen Kommission bei wesentlichen Themen wie der Regulierung und dem MEDIA-Programm zu werden“, sagte Philippe Alessandri, Vorsitzender von Animation in Europe.
Das ganze Jahr über verfolgt Animation in Europe die Politik der Organisation Workshops Hier werden Fachleute aus ganz Europa eingeladen, Ideen auszutauschen und gemeinsame Antworten auf die dringendsten Probleme der Branche zu finden – etwa Nachhaltigkeit, Medienregulierung, sich entwickelnde Geschäftsmodelle und künstliche Intelligenz.