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[Foto: Robert Szkudlarek]  HammEishockey, Hammer Eisbären - Hannover Indians  26.12.2025 Kurz durchgeschnauft, jetzt geht‘s weiter: Christian Schiling (links) und die Hammer Eisbären müssen in ihrer ersten Partie 2026 bei den Saale Bulls Halle ran. © Robert Szkudlarek/Szkudlarek Robert

Mit dem Auswärtsspiel bei den Saale Bulls Haale starten die Hammer Eisbären am Freitag ins neue Jahr – und erhalten reichlich Unterstützung von den eigenen Fans.

Hamm – Eine Phase der Besinnlichkeit war und ist es für die Hammer Eisbären rund um die Feiertage ganz und gar nicht. Insgesamt 19 Spiele hat die Mannschaft von Trainer Tobias Stolikowski in der Eishockey-Oberliga Nord allein in den Monaten Dezember und Januar zu absolvieren – von insgesamt 40 in der Hauptrunde, die für die Hammer mit dem Heimspiel gegen die Rostock Piranhas am 25. Januar zuende geht. Denn am regulär letzten Spieltag am 30. Januar sind die Eisbären spielfrei, ebenso wie am vergangenen Dienstag unmittelbar vor dem Jahreswechsel.

Das immerhin ermöglichte Stolikowskis Team, das am Freitag (20 Uhr) mit dem Auswärtsauftritt bei den Saale Bulls Halle sein Jahr 2026 einläutet, zumindest ein klein wenig die Beine hochzulegen. „Es war wichtig, dass wir mal zwei oder drei Tage durchschnaufen konnten, weil das schon ein hohes Pensum war“, hält Eisbären-Geschäftsführer Martin Köchling fest.

Hammer Eisbären: Regeneration im Mittelpunkt

Speziell das Programm seit dem vierten Adventssonntag hatte es in sich: 3:1 in Rostock am 21. Dezember mit dem Nachspiel der Sechs-Spiele-Strafe gegen Moritz Israel wegen eines Checks im Kopf- und Nackenbereich, 2:1 in der Overtime bei den Herner EV Miners am Tag vor Heiligabend, der 3:2-Erfolg gegen die Hannover Indians vor der Saison-Rekordkulisse von 1406 Zuschauern in Werries am 2. Weihnachtstag – drei Siege in Folge also –, gebremst von der ungekrönten Aufholjagd beim 5:6 in Herford am 28. Dezember.

Ungeachtet der Mini-Pause ging der Trainingsbetrieb natürlich weiter. „Aber du gehst mehr auf Regeneration“, betont Köchling, der überdies Arbeiten im taktischen Bereich als einen möglichen Schwerpunkt dieser Tage nannte.

Eisbären mit drei Fanbussen nach Halle

Nun also Halle – zum vierten und letzten Mal in der laufenden Hauptrunde. Die Erfahrungen bis hierher? Aus Hammer Sicht mehrheitlich positiv. Daheim gab es gegen die Sachsen-Anhaltiner ein 4:5 nach Overtime und erst Mitte Dezember einen 5:3-Sieg, in Halle im November einen 3:2-Erfolg.

Zu Gute kommen könnte den Gästen am Freitag in dem Duell der Tabellennachbarn – die Eisbären gehen mit einem Spiel mehr auf dem Konto als Halle als Vierter in den Spieltag, die Saale Bulls als Fünfter – die Unterstützung aus dem eigenen Lager. Laut Köchling nehmen die Hammer drei Fanbusse mit auf die Reise. Kurzentschlossene werden dabei wohl in die Röhre schauen: Alle drei Busse sind ausverkauft, „es gibt sogar Wartelisten“, erklärt der Geschäftsführer.

Hamm zur Heimpremiere 2026 gegen Herner EV Miners

Reisen müssen die Hallenser am Freitag zwar nicht, Köchling stellt sich aber auf einen Kontrahenten ein, der seiner Ansicht nach „in Fahrt gekommen“ ist. Was die Tabelle grundsätzlich hergibt, durch die jüngsten Ergebnisse aber nicht unbedingt gedeckt ist. Gegen die Icefighters Leipzig gab es ein 3:6, zwei Tage später zum Jahresausklang ein allerdings knappes 2:3 beim Tabellenführer Hannover Scorpions.

Köchlings Forderung, um die Eindrücke der knappen Niederlage in Herford zu zerstreuen: „Du musst von Anfang an da sein, die sogenannten Busbeine müssen schnell weg sein.“ Und ein Rückstand sei möglichst zu vermeiden.

Gelingt all das, steigen die Chancen auf einen erfolgreichen Jahreseinstieg – den es dann am Sonntag (18.30 Uhr) im ersten Heimauftritt 2026 gegen Herne zu veredeln gelten würde.