Nach dem Brand in Crans-Montana werden mehrere Verletzte aus dem Schweizer Wintersportort in baden-württembergischen Spezialkliniken behandelt. Das Stuttgarter Marienhospital teilte am Freitag mit, dass ein Patient aufgenommen worden sei und intensivmedizinisch versorgt werde. Die BG Klinik in Tübingen nahm zwei weitere Brandopfer auf. Weitere Details wollten die Kliniken aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht nennen.
Brandopfer soll Fußballspieler aus Frankreich sein
Nach Medieninformationen soll es sich bei dem Verletzten in Stuttgart um den französischen Fußballspieler Tahirys Dos Santos vom Ligue 1-Club FC Metz handeln. Sein Agent teilte mit, dass der 19-Jährige Verbrennungen zweiten Grades habe, aber nicht im Koma liege. Der Zustand sei weiterhin kritisch. Der Fußballer sei von Sion im Wallis nach Stuttgart geflogen worden, schreibt RTL.fr mit Verweis auf den Agenten des Fußballspielers.
Marienhospital in Stuttgart: Zentrum für Brandverletzte hilft Opfer aus Crans-Montana
Das Marienhospital ist seit 1983 ein Zentrum für Schwerbrandverletzte. Hier werden Patientinnen und Patienten weit über den Großraum Stuttgart hinaus behandelt. Laut Krankenhaus-Webseite können Personen mit schweren Brandverletzungen auf einer operativen Intensivstation in klimatisierten Spezialräumen behandelt werden.
Diese Spezialräume sind Einzelzimmer, in denen die Patienten hochsteril behandelt werden können. Innerhalb herrschen bis zu 40 Grad Raumtemperatur und bis zu 60 Prozent Luftfeuchtigkeit, erklärt Matthias Rapp, Leiter des Zentrums für Schwerbrandverletzte am Marienhospital.

40 Tote, mehr als 100 Verletzte: Nach dem Feuer in Crans-Montana, einem Skiort im Schweizer Kanton Wallis, trauert die Schweiz. Jetzt steht die Brandursache fest. Und SWR3Land unterstützt Brandopfer.
Die Stuttgarter Spezialklinik hat außerdem ein Zentrum für plastische Chirurgie. Hier finden Operationen statt, um entstellende Narben und körperliche Defekte nach tiefen Brandverletzungen zu behandeln.
Nicht nur die Haut muss bei Brandpatienten behandelt werden, sagt Verbrennungsspezialist Rapp. Die bei Bränden freigesetzten Stoffe könnten auch innere Organe wie Lunge, Leber und Niere sowie das gesamte Immunsystem beeinträchtigen. Diese müssten dann mitbehandelt werden.
Stuttgart

Nach dem Brand in einer Schweizer Bar und Silvesterfeiern in Baden-Württemberg werden einige Brandverletzte im Marienhospital in Stuttgart behandelt.
BG Klinik in Tübingen: Zwei Patienten aus Crans-Montana
Auch die BG Klinik Tübingen ist auf die Versorgung von schwer verletzten Personen spezialisiert. Dort befinden sich zwei Brandopfer aus der Schweiz. Eine Kliniksprecherin sagte:“Aufgrund der besonderen Expertise in der Versorgung von Schwerbrand-Verletzten wurde die BG Klinik Tübingen in den internationalen Hilfseinsatz eingebunden. Zwei schwer verletzte Personen wurden zur Behandlung in unsere Klinik aufgenommen.“
Weitere zwei Brandopfer werden in der BG Klinik in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) behandelt. Das Krankenhaus ist eines der größten Zentren in Deutschland für die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schweren Brandverletzungen. Zwei weitere Betten stünden zur Verfügung, falls sie gebraucht werden, erklärte die Klinik.
Ludwigshafen

Die BG Klinik in Ludwigshafen nimmt zwei Patienten auf, die bei dem verheerenden Brand in der Silvesternacht im Skiort Crans-Montana in der Schweiz schwer verletzt worden sind.
Fr.2.1.2026
14:00 Uhr
SWR4 am Nachmittag
SWR4
In der Silvesternacht waren bei dem Brand in einer Bar in Crans-Montana im Schweizer Kanton Wallis etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt. Rund 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge im kritischen Zustand befinden.