Anders äußerte sich die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) in der Debatte. Sie sieht auf Bundesebene die Bereitschaft dafür, den Bundesländern die Möglichkeit für Böllerverbote zu geben. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sei für eine solche Länderöffnungsklausel im Sprengstoffgesetz bereit, sagte Spranger der rbb24 Abendschau am Freitag. Dieser Weg sei auch weiterhin ihr Favorit, so Spranger, im Gegensatz zum Weg über den Bundesrat, wo es aus einigen Ländern bislang Widerstand gab.

Die Innensenatorin äußerte zudem die Erwartung, dass auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) seine Skepsis gegenüber einem weitreichenden Böllerverbot ablegt. „Ich glaube schon, dass er das selbst neu bewertet“, sagte die SPD-Politikerin. Wegner hatte zuletzt gegenüber dem „Tagesspiegel“ erneut erklärt, dass er ein generelles Verkaufsverbot für Feuerwerk in Berlin nicht für sinnvoll halte, solange es keine bundesweite Lösung gebe.