Peter John Lee muss an seinem 70. Geburtstag ein blamables 2:3 gegen die Löwen Frankfurt vor ausverkaufter Berliner Uber Arena (14.200) ansehen. Der persönliche Feiertag wird „Mister Eisbär“ ganz schön vermiest. Offensichtlich haben viele der jetzigen Eisbären-Bosse seine Ratschläge zuletzt nicht mehr erhört….

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Die Eisbären-Legende sieht nämlich ein ganz schwaches, inakzeptables Spiel seiner Jungs. Der Meister spielt im Moment so, als wenn es um nichts ginge. Dabei ist die direkte Playoffs-Qualifikation (bis Platz 6) in ganz große Gefahr. Was wird im Wellblechpalast trainiert?

10 Minuten gutes Eishockey

Nur 10 Minuten zeigen die Berliner gutes Eishockey. Lejden (20) fälscht dabei einen Schuss von Mik (24) zum 1:0 ab (3.). Doch plötzlich hören die Eisbären auf zu spielen. Riesenlöcher in der Abwehr nutzt Frankfurt zum Ausgleich und zum 1:2 nach 40 Minuten. Torschützen: Matuschkin (26.) und Pfaffengut (28.). Kirk (24) gelingt noch der Ausgleich (48.), doch Lilja macht die 2:3-Pleite perfekt (50.). Die Eisbären-Abwehr wird erneut ausgekontert.

Die Defensive der Berliner spielt momentan vogelwild. Eine Frage sei erlaubt: Was unternimmt das Trainergespann, speziell die Co-Trainer (Collins, Rankel), dagegen? Beide sind nämlich hauptsächlich für das Abwehrverhalten zuständig…

Aber auch in der Offensive bleibt vieles nur Stückwerk. Jetzt muss man Angst haben, dass die Playoffs sogar komplett verspielt werden.

Die Verletztenliste kann nicht als Entschuldigung für das lustlose Spiel der Eisbären herhalten. Andere Klubs haben schließlich auch mit Verletzungen zu kämpfen (München).