Aldi steht für niedrige Preise, ein klar strukturiertes Sortiment und einen nüchternen Auftritt. Dieses Konzept wurde in viele Länder exportiert und prägt auch dort den Einkauf vieler Menschen.

Immer wieder sorgen internationale Vergleiche für Diskussionen. In sozialen Netzwerken und Kommentarspalten berichten Kunden von sehr unterschiedlichen Aldi-Erfahrungen. Deutschland schneidet dabei nicht immer gut ab. Deutsche sind im Ausland oft positiv überrascht von „ihrem“ Aldi. Woanders scheint der Discounter viel besser zu sein.

Aldi-Kunde übt Kritik an deutschen Märkten

Ein deutscher Aldi-Kunde vergleicht deutsche und spanische Märkte und zieht ein klares Fazit: „Zwischen deutschen (Lebensmittelmärkten) und spanischen kann ich vergleichen, und hier kommt Deutschland wirklich nicht gut davon. In dem Aldi hier über die Straße, gibt es normales Mischbrot nur bis etwa 17 Uhr, wenn man Glück hat! In Spanien wird um 21 Uhr noch frisches (warmes) Brot in die Auslage geräumt, zur Hälfte des Deutschen Preises, versteht sich.“ Er empört sich.

Diesen Luxus hätte er gerne auch bei sich in Deutschland, weiter gibt er zu: „Ich hätte nichts dagegen, lang haltbare Produkte von der Palette zu nehmen, wenn dadurch das Personal und in Folge die Preise verringert werden. SB-Kassen gibt es ja nun schon überall.“

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Andere berichten aus den USA. Hier sieht es anders aus als in Spanien. Ein US-Besucher beschreibt deutliche Unterschiede zu deutschen Filialen: „Aldi in den USA ist mit unseren Aldis nicht vergleichbar. Ich war erst vor zwei Wochen dort. Ganze Warensortimente fehlen, eine halbe Regalzeile war durch zwei Hubwagen abgesperrt, weil sie dort umorganisieren wollten, mit einem Pappschild wurde darauf hingewiesen, dass die Preise in diesem abgesperrten Bereich nicht aktuell sind und deshalb im Kassensystem nicht angezeigt werden. An einer Kasse wurde im laufenden Betrieb umgebaut, es war tatsächlich sehr unordentlich. Einzig die TK-Sparte erschien mir größer und umfangreicher als bei uns.“

Urlauber berichten von Aldi-Erfahrungen im Ausland

Nicht alle USA-Erfahrungen fallen negativ aus. Ein anderer Deutscher schildert einen deutlich geordneteren Markt in Texas: „Bis auf das eingeschränkte Sortiment kann ich zunächst keinen großen Unterschied zu Aldi in Deutschland sehen. Der Aldi Ft. Worth/White Sattlement ist aufgeräumt und die Regale sind gut gefüllt. Große Preisunterschiede zum benachbarten Walmart gibt es kaum. Eigenprodukte sind etwas günstiger.“

Erinnerungen an frühe Aldi-Filialen im Ausland zeichnen ein ganz anderes Bild: „Als ich im Jahr 2014 das erste Mal in Indianapolis war, hat mich der Aldi, der da bei mir die Straße runter war, sehr an den ersten Aldi, den ich 1989 im Berlin-Wedding nach dem Mauerfall gesehen habe, erinnert: schäbig, schummriges Licht, schmucklos die Paletten im Gang.“ Doch heute sehe das auch anders aus, erklärt er weiter: „Hat sich zum Glück auch in Indianapolis geändert.“ Zuletzt behauptet er: „Aber die Aldi’s in Süd-Frankreich sind wohl die chicsten!“

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Ein Frankreich-Urlauber kann das jedoch nicht bestätigen, er erzählt von seinem Aldi-Einkauf: „Man fühlte sich um 15 bis 20 Jahre zurückversetzt. Nur Paletten, Unordnung, kaum Frischware und alles ein bisschen schmuddelig und heruntergekommen.“ Vermutlich war dieser Urlauber einfach nicht Kunde bei einem Aldi im Süden des Landes.