Microsoft integriert Copilot direkt in OneDrive, um markierte PDF-Abschnitte zu erklären. Die Funktion reduziert Wechsel zwischen Anwendungen und ist Teil eines Trends zur In-Context-KI.

Microsoft integriert Copilot direkt in PDF-Ansicht – Nutzer können Text markieren und sofort Erklärungen oder Zusammenfassungen erhalten.

Von Tech News Desk
Samstag, 03. Januar 2026

Microsoft startet das Jahr mit einem bedeutenden Produktivitätsschub für OneDrive-Nutzer. Seit Mitte Dezember 2025 rollt das Unternehmen ein neues KI-Kontextmenü speziell für PDF-Bearbeitungen aus. Die Funktion, die bis Ende Januar für alle berechtigten Geschäftskunden verfügbar sein soll, adressiert ein zentrales Problem digitaler Dokumentenverwaltung: den ständigen Wechsel zwischen Dateibetrachter und separater KI-Oberfläche.

„Erkläre dies“: Soforthilfe für komplexe Texte

Herzstück des Updates ist der Befehl „Erkläre dies“, der im Kontextmenü erscheint, sobald Nutzer Text in einer OneDrive-PDF markieren. Laut Microsoft-Roadmap (ID 536574) soll die Funktion PDF-Überprüfungen „schneller und einfacher“ machen.

Wie funktioniert es? Markiert ein Nutzer einen komplexen Absatz – etwa eine Klausel, technische Spezifikation oder Finanzkennzahl – generiert Copilot im Seitenbereich eine verständliche Erklärung. Dieser gezielte Ansatz unterscheidet sich von früheren Zusammenfassungstools, die meist ganze Dokumente verarbeiteten.

Über die Standard-Erklärung hinaus bietet das Kontextmenü eine „Benutzerdefinierte Anfrage“. Hier können Nutzer den markierten Text mit spezifischen Fragen untersuchen. Ein Projektleiter könnte etwa einen Zeitplan-Abschnitt markieren und Copilot bitten: „Prüfe dies gegen unsere Meilensteine für Q1“ oder „Liste die Hauptrisiken dieses Absatzes auf“.

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Diese Integration reduziert das lästige „Kontextwechseln“ – den mentalen Aufwand und Zeitverlust beim Wechsel zwischen Anwendungen. Statt Text zu kopieren, ein separates Copilot-Fenster zu öffnen und Anfragen zu tippen, läuft alles im OneDrive-Betrachter ab.

Voraussetzungen und Verfügbarkeit

Die Funktion ist aktuell exklusiv für OneDrive im Web verfügbar und erfordert eine gültige Microsoft-365-Copilot-Lizenz. Administratoren wurden via Message Center (ID MC1192664) informiert, dass keine besonderen Aktionen nötig sind – die Funktion erscheint automatisch für lizenzierte Nutzer, sobald das Rollout ihren Tenant erreicht.

Größerer Trend: KI kommt zu den Daten

Diese Entwicklung ist Teil einer größeren Welle von KI-Integrationen in Microsofts Dateimanagement-Ökosystem. Parallel zum PDF-Kontextmenü arbeitet das Unternehmen an „Agenten in OneDrive“ – benutzerdefinierten KI-Assistenten für bestimmte Ordner oder Dateisammlungen.

Der Trend zur „In-Context-KI“ – bei der das Tool zu den Daten kommt, nicht umgekehrt – markiert eine Reifephase generativer KI in Unternehmenssoftware. Frühe Implementierungen benötigten dedizierte Chat-Oberflächen; heute wird Intelligenz direkt in Standardaktionen wie Klicken und Markieren eingebettet.

Für Rechts-, Finanz- und Technikexperten, die täglich PDFs prüfen, bedeutet dies einen spürbaren Effizienzgewinn. Statt einer generischen Zusammenfassung eines 50-seitigen Vertrags können sie KI nun chirurgisch auf die relevanten Klauseln anwenden.

Ausblick: Mehr Formate, tiefere Integration

Nach Abschluss des Rollouts Ende Januar 2026 werden ähnliche Funktionen für andere Dateiformate erwartet. Die zugrundeliegende Technologie ließe sich logisch auf Word-Dokumente und PowerPoint-Präsentationen im OneDrive-Webbetrachter übertragen.

Mit der geplanten Einführung von „Agenten in OneDrive“ später im Jahr könnte die Interaktion zwischen Dateiinhalten und Organisationswissen weiter vertieft werden. Nutzer könnten bald Text in PDFs markieren und einen KI-Agenten bitten, diesen mit Daten aus SharePoint oder anderen OneDrive-Ordnern abzugleichen.

Für jetzt bedeutet das Update: OneDrive-Nutzer mit entsprechenden Lizenzen erhalten in den kommenden Tagen ein intelligenteres, schnelleres Werkzeug für komplexe Dokumentationen.

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