Nicht nur in Dormagen-Hackenbroich, auch in Neuss-Erfttal sind Feuerwehrkräfte am 1. Januar mit Böllern beworfen worden. Das teilt die Kreisleitstelle jetzt in ihrer Einsatz-Bilanz zum Jahreswechsel im Rhein-Kreis Neuss mit.

Demnach war die Feuerwehr um 0.20 Uhr in Erfttal, um dort einen brennenden Container zu löschen. Im unmittelbaren Einsatzumfeld sei es dann zu einem erheblichen Aufkommen von Feuerwerkskörpern gekommen, berichtet die Feuerwehr Neuss. Dabei wurde auch gezielt Pyrotechnik in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. Da eine Gefährdung der Retter nicht ausgeschlossen werden konnte, sicherten Polizeikräfte den Ort ab. Dadurch konnte der Einsatz sicher fortgeführt- werden, heißt es vonseiten der Neusser Feuerwehr. „Wir danken der Polizei für die gute und professionelle Zusammenarbeit. Der Vorfall ist bedauerlich. Ich bin froh, dass der Einsatz ohne Verletzte beendet werden konnte“, sagt der stellvertretende Amtsleiter Markus Brüggen.

Das war jedoch nicht der einzige Vorfall im Rhein-Kreis Neuss, bei dem Rettungskräfte in der Silvesternacht angegriffen wurden. In Dormagen-Hackenbroich wurden Polizei und Feuerwehr ebenfalls mit Pyrotechnik beworfen, eine Polizeibeamtin wurde leicht verletzt, konnte ihren Dienst aber fortsetzen. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet. „Ein solches Verhalten ist nicht hinnehmbar und muss konsequent geahndet werden“, sagt Landrätin Katharina Reinhold. Rettungskräfte stünden für das ein, was die Gesellschaft starkmacht. „Ein Angriff auf Einsatzkräfte ist daher auch ein Angriff auf unser Gemeinwohl.“

Ansonsten würden die von der Kreisleitstelle verzeichneten Einsatzzahlen auf dem Niveau des Vorjahres. So ist es in der Silvesterbilanz 2025/2026 zu lesen. Demnach wurden in der Zeit zwischen Mittwoch, 31. Dezember, 7 Uhr, und Donnerstag, 1. Januar, 7 Uhr, 150 Rettungsdiensteinsätze, 54 Brandeinsätze, 64 Krankentransporte und zehn Hilfeleistungen verzeichnet.