Es ist eine Geschichte, die Menschen mit Flugangst erschaudern lässt: Kurz vor Weihnachten wäre es in Houston im US-Bundesstaat Texas beinahe zu einer großen Katastrophe gekommen. Es fehlten nur wenige Millisekunden zu einem verheerenden Flugzeugabsturz, der Hunderte Menschen das Leben hätte kosten können. Ein Airbus A320 Neo und ein Jet von Commutair (United Airlines) wären in der Luft fast kollidiert. Der Grund: ein vermeintlicher Aussetzer des Piloten.

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der
Werbevereinbarung
zu.

Wie das Nachrichtenportal „Pyok“ berichtet, ereignete sich der Vorfall am 18. Dezember. Demnach hätten sowohl ein Airbus 320 Neo von Volaris auf dem Weg nach El Salvador als auch ein Embraer ERJ 145 von Commutair, der auf dem Weg nach Jackson (US-Bundesstaat Mississippi) war, im Abstand von 20 Sekunden die Startfreigabe auf dem Flughafen in Houston erhalten. So weit, so normal.

Fluglotse erteilt Anweisung, doch Pilot fliegt in falsche Richtung

Doch dann steuerte der Pilot im Airbus, der vom Fluglotsen die Anweisung erhalten hatte, auf 110 Grad nach links zu fliegen, auf einmal nach rechts. Genau in die Richtung, in die auch der kleinere Jet abgehoben war.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Youtube, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und
wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste
übermittelt werden. Mehr dazu in unserer

Datenschutzerklärung.

Ein viel diskutiertes Video bei YouTube hat die Kommunikation zwischen Flugsicherung und Piloten dokumentiert. Demnach sagte die Piloten-Crew in dem Volaris-Airbus in Richtung Fluglotsen: „Nur zur Bestätigung, wir fliegen 110 Grad nach rechts.“ Die Flugsicherung erwiderte: „Lass mich sehen, ja, nach links um 110 Grad.“ Der Pilot antwortete daraufhin: „Links, 110 Grad.“ Scheinbar schien der Pilot einen Blackout zu haben, denn das Flugzeug war in diesem Moment bereits nach rechts unterwegs.

Beinahe-Flugzeugabsturz: Kollisionswarnsystem bewahrt Hunderte Menschen womöglich vor dem Tod

Dass beide Flugzeuge am Ende nicht kollidierten, haben Passagiere und Crew dem Kollisionswarnsystem (Traffic Alert and Collision Avoidance, kurz „TCAS“) zu verdanken. So meldete die Crew aus dem Embraer-Jet in Richtung Flugsicherung: „Wir hatten gerade eine RA.“ Mit „Resolution Advisory“ ist die Aktivierung eines speziellen „TCAS“-Modus gemeint, in dem das System die Cockpit-Crew zum Ausweichmanöver anweist, um eine Kollision in der Luft zu vermeiden.

Rear view of two pilots flying an commercial airplane jet

Die Auswertung der Flugdaten zeigte anschließend, dass wohl nur wenige Sekunden und Meter zur Katastrophe gefehlt haben. So berichtet „Aviation Harold“, dass die beiden Flugzeuge nur 370 Meter voneinander entfernt waren. Zum Glück aktivierte sich das Notfall-System im Cockpit, sodass beide Passagierflugzeuge ihre Route Richtung Ziel fortsetzen konnten.

Ob die US-Flugaufsichtsbehörde (Federal Aviation Administration) die Beinahe-Kollision untersuchen wird, ist aktuell noch nicht bekannt.