Sören Gonther hat sich auf einer Pressekonferenz mit klaren Worten als Sportgeschäftsführer von Dynamo Dresden vorgestellt. Warum Gonther vom Klassenerhalt in der 2. Bundesliga überzeugt ist.
02. Januar 2026 um 16:45 UhrDresden
Ein Artikel von
Frank Noack

Sören Gonther hat seine Arbeit als Sportgeschäftsführer bei Dynamo Dresden aufgenommen. Bei einer Pressekonferenz in der Walter-Fritsch-Akademie stellte Gonther seine Pläne und Ideen vor.
Olaf Rentsch Zusammenfassung Neu
- Sören Gonther ist neuer Sportgeschäftsführer von Dynamo Dresden und überzeugt vom Klassenerhalt.
- Dynamo Dresden stellt drei Neuzugänge vor: Jonas Sterner, Thomas Keller und Robert Wagner.
- Gonther bringt Erfahrung aus der Regionalliga mit und betont seine emotionale Bindung zum Verein.
- Er spricht Trainer Thomas Stamm sein volles Vertrauen aus und lobt dessen Arbeit.
- Trotz Tabellenrückstand zeigt sich Gonther optimistisch und plant weitere Transfers.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
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Sören Gonther legt bei Dynamo Dresden furios los. Auf seiner Antrittspressekonferenz stellte sich der neue Sportgeschäftsführer mit klaren Worten und viel Selbstbewusstsein vor. Die wichtigste Botschaft: Gonther ist trotz des letzten Tabellenplatzes vom Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga überzeugt. Zudem präsentierte die SGD am Freitag (2. Januar 2025) mit Rückkehrer Jonas Sterner (Hannover 96), Thomas Keller (FC Heidenheim) und Robert Wagner (SC Freiburg) insgesamt drei Neuzugänge. Das Trio wechselt auf Leihbasis nach Dresden.
Das ist Sören Gonther: Der 39 Jahre alte Ex-Profi kennt den Verein aus seiner aktiven Zeit – von 2017 bis 2019 trug Gonther das Dynamo-Trikot. Zuletzt arbeitete er als Geschäftsführer in der Regionalliga Südwest bei Hessen Kassel.
Neben Gonther saßen Michael Ziegenbalg und Michael Born als Vorsitzende des Aufsichtsrates bei der Pressekonferenz auf dem Podium. Laut Ziegenbalg gab es insgesamt 80 Kandidaten. Mit drei Kandidaten sei man in die Entscheidung gegangen. Ziegenbalg: „Sören ist als Spieler immer als Führungsfigur vorangegangen. Wir brauchen jemand, der Verantwortung übernimmt. Er hat uns mit seinen Ideen, wie wir Fußball spielen wollen, überzeugt.“ Gonther habe von allen Kandidaten den „größten Überblick über die 2. Liga“ gehabt, ergänzte Born. Hier sind die wichtigsten Aussagen des neuen Sportgeschäftsführers von Dynamo Dresden.
Sören Gonther über seine neue Aufgabe: „Ich brenne für diese Aufgabe und ich glaube, dass ich sowohl bei den kurzfristigen als auch langfristigen Herausforderungen helfen kann. Das Resultat der ersten Tage hat man heute bei den Neuverpflichtungen gesehen. Ich wurde sehr gut aufgenommen und bin zufrieden, was wir in der Kürze der Zeit zum Trainingsstart präsentieren konnten. Wir gehen gestärkt in die Rückrunde.“
Sören Gonther über die Rückkehr zu Dynamo Dresden: „In meinem neuen Büro hier hängt ein Plakat, auf dem ich als Spieler zu sehen bin. Ich habe den Spieler gleich erkannt, obwohl er ein wenig grauer geworden ist. Ich habe mit meiner Familie sechs Jahre hier gelebt und immer einen besonderen Bezug zu dem Klub gehabt. Ich bin damals auch nicht im Groll gegangen. Christian Fiel als Trainer und ich waren unterschiedlicher Auffassung über meine zukünftigen Einsatzzeiten. Ich war nie ein Spieler, der sich hingesetzt und den Vertrag mitgenommen hat. Ich wollte immer spielen. Insofern habe ich mir gedacht, dass ich irgendwie noch nicht fertig bin mit dem Klub. Dass es jetzt diese Möglichkeit gibt, ist emotional etwas Besonderes.“
Sören Gonther über seine fehlende Erfahrung im Profibereich: „Das sehe ich nicht so. Ich glaube, dass ich sehr gut vernetzt bin, bis ins Ausland. Dieses Netzwerk habe ich mir über die Jahre, auch schon als Spieler, aufgebaut. Dass ich noch nicht auf diesem Niveau gearbeitet habe, ist kein Geheimnis. Eine jahrelange Erfahrung bekommt man nur, wenn man irgendwann anfängt, sie zu machen. So habe ich es auch in den knapp drei Jahren in Kassel gemacht. Dass hier bei Dynamo alles größer ist, das ist mir bekannt. Aber ich war in dem Zirkus lange genug als Spieler und habe immer weit über den Tellerrand hinaus geblickt.“
Gonther spricht über weitere Neuzugänge
Sören Gonther über Trainer Thomas Stamm: „Ich kannte Thomas Stamm bisher nicht persönlich, sondern nur aus meiner Tätigkeit als TV-Experte. Aber ich habe in den vergangenen Jahren seine Arbeit aufmerksam beobachtet. Er ist ein sehr guter Trainer und kann Spieler entwickeln. Jetzt in der Winterpause haben wir natürlich die meisten und die längsten Gespräche miteinander geführt. Für mich gibt es überhaupt keinen Zweifel, dass Thomas Stamm unser Trainer ist. Ich bin zu 100 Prozent von ihm überzeugt.“
Sören Gonther über den Rückstand in der Tabelle: „Mit St. Pauli hatten wir im Winter mal 13 und 11 Punkte auf dem Konto. Da haben auch alle den Abgesang gesungen. Natürlich wird es schwer. Aber mit St. Pauli haben wir es auch geschafft. Und wenn man die Spiele in der Hinrunde beobachtet hat – da fehlte ja nicht viel. Ich glaube, dass wir die richtigen Dinge auf der Transferseite gemacht haben, um besser zu werden. Insofern bin ich maximal optimistisch. Von der Punktzahl her ist es natürlich abenteuerlich, aber nicht von dem, wie ich den Fußball kenne. Ich bin überzeugt, dass wir am Ende über dem Strich stehen werden.“
Sören Gonther über weitere Neuzugänge: „Es ist wichtig, dass wir zum Trainingsstart schon einiges machen konnten. Es ist kein Geheimnis – wenn sich ein Torwart die Patellasehne reißt, dass wir da noch was machen wollen. Es kann sowohl auf der einen als auch auf der anderen Seite noch was passieren. Wir sind jetzt ein paar Spieler mehr geworden und unzufriedene Spieler gibt es immer. Wir wollen aber extrem Wert darauf legen, dass die Gruppe eine gute Energie hat.“
Sören Gonther über einen möglichen Abstieg: „Man hat drei Jahre gekämpft, um wieder in die 2. Liga zu kommen. Wenn man jetzt abgeschlagen wäre, dann müsste man sich natürlich frühzeitig mit der Planung der 3. Liga beschäftigen. Ich sage aber: Wir haben die Möglichkeiten und Ideen, um den Klassenerhalt zu schaffen. Sollte es nicht gelingen, dann ist ganz klar: Für einen Klub mit dieser Strahlkraft und Größe ist der Weg zurück direkt wieder das Ziel.“
