Spitzenspiel in der DEL: Tabellenführer gegen Fünftplatzierten, Kölner Haie gegen Straubing Tigers (die Top-Fünf vor dem Spieltag nur sechs Punkte auseinander).
Für den Jahresauftakt in der ausverkauften Lanxess-Arena (18.600 Zuschauerinnen und Zuschauer) war am Freitagabend (2. Januar) alles angerichtet. Und der KEC machte seine Fans glücklich: Gegen Straubing gab es einen 4:2-Heimsieg.
Kölner Haie: Heimsieg gegen die Straubing Tigers
Weil Mannheim gegen das abgeschlagene Schlusslicht Dresden mit 2:5 unterging und auch die anderen Verfolger aus München (3:2 nach Penalty in Wolfsburg) und Ingolstadt (2:3 gegen Bremerhaven) Federn ließen, haben die Haie ihre Tabellenführung ausgebaut, stehen jetzt bei 77 Punkten. Dahinter folgt München mit 71 Zählern.
Wie schon beim 7:4-Sieg bei den Iserlohn Roosters stand Felix Brückmann zwischen den Pfosten, Janne Juvonen musste sich erneut kurzfristig krank abmelden.
Der Haie-Goalie, der mit 44 Saves glänzte, sagte nach der Partie am MagentaSport-Mikrofon: „Wenn man viel zu tun hat, dann macht es Spaß. Wir haben heute wieder einen guten Weg gefunden. Im zweiten Drittel haben wir das Momentum etwas verloren. Aber auch den Rückschlag haben wir gut weggesteckt und sind zurückgekommen. Heute war es ein bisschen kurzfristig, dass ich von meinem Einsatz erfahren habe. Heute Morgen sah es noch danach aus, dass Janne spielen kann.“
Neben Juvonen fehlte auch Kevin Niedenz krank. Gregor MacLeod ist zudem weiter verletzt. Ansonsten konnte Trainer Kari Jalonen aber auf seine Stammkräfte zurückgreifen und die starteten – wie schon so oft in den vergangenen Wochen – mit einem frühen Treffer in die Partie! Louis-Marc Aubry bediente Maxi Kammerer, der vor dem Straubing-Kasten völlig blank stand. Die Nummer neun des KEC schob nach nur 105 Sekunden zum 1:0 für die Haie ein (2. Minute).
Nach knapp zehn Minuten hatten die Haie fast schon wieder Grund zum Jubeln, Patrick Russell legte vor dem Gästetor quer auf Tanner Kero, aber ein Straubinger war mit seinem Schläger im letzten Moment noch dazwischen. Auf der anderen Seite entschärfte Brückmann unter anderem Versuche von Stephan Daschner (9.) und Stefan Loibl (14.).
Kurz vor der ersten Pause legte Nate Schnarr das 2:0 nach! Einen schönen Konter vollendete der Kanadier nach einem gut getimten Pass von Kero (17.). Das hatte sich in den Minuten zuvor nicht angedeutet, Straubing machte eher das Spiel, die besseren Chancen hatten insgesamt aber die Kölner. Etwa zwei Sekunden vor der Pausensirene verpasste Parker Tuomie in Überzahl sogar noch das 3:0.
Kurz nach Wiederbeginn knallte Nate Schnarr nach einem Check unglücklich in die Bande, auf dem Eis waren einige Blutflecken zu sehen. Der Kölner verließ schnell selbstständig das Eis, hielt sich das Gesicht und lief hektisch in die Kabine. Nachdem das Eis kurz vom Blut befreit worden war, ging es weiter.
Nate Schnarr kehrt nach Blut-Schreck zurück
Kurz darauf musste Tuomie wegen hohen Stocks zwei Minuten auf die Strafbank, die Unterzahl überstand Köln ohne große Probleme. Tuomie war gerade erst wieder auf dem Eis, da bekam er im Angriffsdrittel die Scheibe, legte sie zurück auf Frederik Storm, der zum 3:0 traf (24.).
Straubing belohnte sich aber für eine engagierte Leistung, traf in der 30. Minute durch Nicholas Halloran zum 1:3. Während die Schiedsrichter sich den Treffer noch einmal auf Video anschauten (am Ende blieb die Tor-Entscheidung stehen), kam Schnarr unter tosendem Applaus der Haie-Fans wieder zurück in den Innenraum.
Wenige Sekunden später hätten die Haie nach einem Check gegen Juhani Tyrväinen gerne eine Strafe gegen Straubing gehabt, die Partie lief aber weiter. Im direkten Gegenzug gelang den Gästen dann sogar der Anschlusstreffer, Justin Scott traf zum 2:3 (30.). Doppelschlag innerhalb von nur 24 Sekunden!
Die Haie mussten sich kurz schütteln, liefen Gefahr, sogar den Ausgleich zu kassieren. Aber das Jalonen-Team stabilisierte sich – und vergrößerte die Führung durch Schnarr wieder! Der zuvor verletzte Kanadier vollendete einen Konter mit einer wunderschönen Bewegung am Straubing-Goalie vorbei zum 4:2 (38.).
Der Torschütze musste die Partie dann aber doch beenden, blieb in der zweiten Drittelpause in der Kabine, wirkte im Schlussdrittel also nicht mehr mit. Wohl eine Vorsichtsmaßnahme seitens des KEC. Es fielen aber keine Tore mehr, es blieb also beim 4:2 für die Haie.
Jetzt warten für die Kölner Haie ganze fünf Auswärtsspiele am Stück! Am Sonntag (4. Januar, 16.30 Uhr) geht es zu den Dresdner Eislöwen, am Dienstag (6. Januar, 16.30 Uhr) dann zu den Nürnberg Ice Tigers.