Washington – Kaum haben die Arbeiten am milliardenschweren Ballsaal am Weißen Haus begonnen, nimmt Präsident Donald Trump (79) bereits das nächste große Bauvorhaben ins Visier.
Diesmal geht es nicht um einen Raum im Machtzentrum Washingtons, sondern um den sogenannten „Golfplatz des Präsidenten“ auf dem Gelände der „Joint Base Andrews Naval Air Facility“. Die traditionsreiche Golfanlage nahe der Hauptstadt soll umfassend umgebaut werden – obwohl Trump dort bislang noch nie gespielt hat.
Die Golfplätze von Andrews liegen rund 24 Kilometer vom Weißen Haus entfernt innerhalb des streng gesicherten Militärstützpunkts, der vor allem als Heimat der Air Force One bekannt ist. Seit Jahrzehnten dient die Anlage Präsidenten als Rückzugsort vom politischen Alltag. Gerald Ford, Ronald Reagan, George H. W. Bush, Bill Clinton, George W. Bush und Joe Biden spielten dort.

Der damalige US-Präsident Barack Obama (r.), Vizepräsident Joe Biden, der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses John Boehner und Ohios Gouverneur John Kasich am 18. Juni 2011 während einer Golfrunde auf dem Golfplatz der Joint Base Andrews in Maryland
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Trump hat US-Golflegende Jack Nicklaus (85) beauftragt, den Golfplatz neu zu gestalten. Bei einem Besuch nannte Trump den Platz einen „großartigen Ort“, der über Jahre hinweg durch mangelnde Pflege gelitten habe – eine Einschätzung, die andere Golfer nicht teilen.
Das Weiße Haus spricht von der größten Renovierung in der Geschichte von Andrews; Kosten und Finanzierung seien bislang jedoch offen. Trump selbst sagte lediglich, das Projekt werde „sehr wenig Geld“ erfordern.
Der geplante Umbau reiht sich ein in eine Serie von Bauprojekten, die Trump vorantreibt, darunter umfangreiche Veränderungen am Weißen Haus und weitere Vorhaben in Washington. Laut Weißem Haus sollen die Modernisierungen auf der Joint Base Andrews vor allem Soldaten und ihren Familien langfristig zugutekommen.