- Im Nordwesten finden in der zweiten Saisonhälfte zahlreiche Theaterpremieren statt, darunter „Mario und der Zauberer“, „Die Reise nach Reims“ und „Krieg und Frieden“.
- Musiktheater und Schauspiel bieten Uraufführungen, Klassiker und thematisch vielfältige Stücke, etwa zu Josephine Baker, Paula Modersohn-Becker, Shakespeare und David Bowie.
- Verschiedene Bühnen wie Theater am Goetheplatz, Packhaustheater, Bremer Boulevardtheater und Stadttheater Bremerhaven präsentieren Premieren zwischen Januar und Juli 2026.
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Nicht nur für die Bundesliga, auch für die Theater ist jetzt Halbzeit. Doch auf welche Premieren in den beiden großen Sparten Schauspiel und Musiktheater können Theatergängerinnen und -gänger sich in dieser Saison noch freuen? Hier kommt ein Überblick über die Highlights, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Theater Bremen
Die erste Premiere im neuen Jahr findet am 17. Januar im Schauspiel statt: „Mario und der Zauberer“, nach der Schlüssel-Erzählung von Thomas Mann über den aufkommenden Faschismus in Italien, wird von Caroline Anne Knapp im Kleinen Haus auf die Bühne gebracht. Knapp einen Monat später, am 14. Februar, legt das Musiktheater nach. Gioacchino Rossinis komische Oper „Die Reise nach Reims“ lockt mit schönen Belcanto-Arien und einer skurrilen Geschichte; Regie führt Anna Weber. Drei große Theaterereignisse gibt es im März: Armin Petras bringt Lew N. Tolstois monumentalen Roman „Krieg und Frieden“ am 7. März auf die Bühne des Theaters am Goetheplatz. Mit zwei aufeinanderfolgenden Premieren im Musiktheater endet der Monat: „Dido und Aeneas“https://www.weser-kurier.de/“Erwartung“ von Henry Purcell/Arnold Schönberg feiert am 28. März Premiere, einen Tag später Benjamin Brittens „War Requiem“ im Theater am Goetheplatz. Ende April befasst sich Alize Zandwijk mit William Shakespeares Dauerbrenner „Hamlet“ (30. April), im Mai lockt ein weiterer Dauerbrenner ins Musiktheater: „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Monika Gintersdorfer und die Gruppe La Fleur sorgen ab dem 12. Juni für ein Open-Air-Spektakel rund um die unvergessene „Josephine Baker“ auf dem Goetheplatz.
Bremer Shakespeare Company
Am 21. Februar feiert „Konstellationen“ von Nick Payne Premiere in der Bremer Shakespeare Company, eine „Versuchsanordnung“. Die Quantenphysikerin Marianne und der Imker Roland spielen ihre Begegnung in immer neuen Varianten durch. Für März ist eine weitere Runde des Dokumentartheaters „Aus den Akten auf Bühne“ geplant, dann geht es um den Bremer Unternehmer und Kriegsgewinnler Kurt A. Becher.
Packhaustheater
Dieses Jahr wird einmal mehr Paula Modersohn-Becker gefeiert, am 8. Februar 2026 wäre die Worpsweder Ikone 150 Jahre alt geworden. Im Packhaustheater ist ab dem 13. März das Stück „Ich bin’s Paula. Das Leben der Paula Modersohn-Becker“ zu sehen. „Schnoor-Geschichten mit Heini Holtenbehn“ stehen dann ab dem 1. Mai auf dem Programm.
Boulevardtheater Bremen
„Verliebt, verlobt, und dann…?“ lautet der Titel der nächsten Premiere im Bremer Boulevardtheater. Die musikalische Komödie von Kay Kruppa und Markus Weise feiert am 31. Januar Premiere. Gleich ein paar Tage später, am 5. Februar, folgt die nächste: „Jetzt kann der Abend beginnen“ über Eltern, die dachten, sie hätten ihr Haus nach dem Auszug der Kinder wieder für sich. Tja. Im März heißt es dann „(K)Ein guter Tausch“ – eine Körpertausch-Komödie, und am 7. Mai lädt das Boulevardtheater ins „Männerparadies“, das eine spezielle Wohngemeinschaft ist. Auch Sommertheater ist schon angekündigt: „Was für ein Sommer!“ ab 3. Juli und „Beatles an Bord!“ ab 16. Juli.
Oldenburgisches Staatstheater
„Fast normal“ geht es im Musiktheater des Oldenburgischen Staatstheaters ab dem 23. Januar zu. Das mehrfach prämierte Erfolgsmusical „Next to Normal“ von Tom Kitt dreht sich um eine Familie, die mit Verlust und Trauer umgehen muss, und um eine Mutter, die an einer bipolaren Störung leidet (Regie: Konstanze Kappenstein). Am 7. Februar steht die Premiere von Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ an, durch die der Komponist bei Stalin in Ungnade fiel (Regie: Joan Anton Rechi). An das Singspiel „Im weißen Rössl“ mit der Gassenhauer-Musik von Ralph Benatzky traut sich am 20. März Regisseurin Guta Rau heran. Gespielt wird die Fassung „Bar jeder Vernunft“, die verspricht, die Operette „frech zu entstauben“. Im April, und zwar am 18., folgt dann die Premiere der Rossini-Oper „Der Barbier von Sevilla“, inszeniert von Lars Marcel Braun. Die letzte Musiktheater-Premiere der laufenden Spielzeit gibt es am 29. Mai mit Alban Bergs viel gespieltem „Wozzeck“, inszeniert von Georg Heckel. Im Schauspiel steht am 28. Februar mit „Frankenstein“ die nächste Premiere an – ein klassischer Stoff, der im vergangenen Jahr auch eine neue Verfilmung erfahren hat. Den Roman von Mary Shelley bringt Maja Delinic auf die Bühne. Am 7. März folgt mit „Mephisto“ nach Klaus Mann eine weitere Romanadaption, Regie führt Ronnie Jakubaschk. Das Musical „Shockheaded Peter“ nach Motiven aus dem „Struwwelpeter“ feiert am 25. April Premiere (Regie: Milena Paulovics). Am 6. Juni wird „Der blinde Passagier“ von Maria Lazar zum ersten Mal gezeigt; in dem 1938 entstandenen Stück geht es um Flucht und Fluchterfahrung; inszenieren wird Ebru Tartici Borchers.
Stadttheater Bremerhaven
Mit einer Version des teuflischen Barbiers der Londoner Fleet Street, „Sweeney Todd“, geht es weiter bei den Premieren im Stadttheater Bremerhaven. Der „Musical-Thriller“ ist am 31. Januar zum ersten Mal zu sehen, es inszeniert Toni Burkhardt. Nicht ganz so blutrünstig, aber ebenfalls sehr tragisch geht es in Giuseppe Verdis „La Traviata“ zu; die Oper steht ab dem 14. März auf dem Programm des Stadttheaters, eingerichtet wird sie von Katharina Kastening. Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ mit ihren an Filmmusik erinnernden Klängen feiert am 2. Mai Premiere in der Regie von Johannes Pölzgutter. Im Schauspiel wird Anton Tschechows Stück übers Theater, „Die Möwe“, ab dem 10. Januar (Regie: Tobias Rott) gezeigt; am 28. März ist mit „Heroes – David Bowies Berliner Jahre“ eine Uraufführung zu erleben. Regisseur Niklas Ritter und das Ensemble erzählen vom tiefen Fall, der folgenden Selbstbesinnung und dem Wiederaufstieg Bowies im West-Berlin der 1970er-Jahre. Am 29. März gibt es die in dieser Spielzeit letzte reguläre Premiere im Schauspiel. „Marie-Antoinette oder Kuchen für alle!“ heißt die Komödie von Peter Jordan um soziale Ungleichheit – nicht nur zur Zeit Ludwig XVI. Auf der Sommerbühne ist ab dem 5. Juni die Komödie „Der Revisor“ von Felicia Zeller zu sehen, frei nach Nikolai Gogol. Tim Egloff inszeniert.
Welche herausragenden Theaterpremieren werden in der zweiten Hälfte der Spielzeit im Nordwesten geboten und wie verteilen sie sich zeitlich auf die verschiedenen Bühnen?
Herausragende Theaterpremieren in der zweiten Hälfte der Spielzeit im Nordwesten sind unter anderem Mauricio Kagels Familienoper „Zählen und Erzählen“ und Strauss’ Oper „Salome“ (Theater Bremen, Februar), Brittens „Peter Grimes“ (Staatstheater Oldenburg, 9. März), Mazzollis Oper „Breaking the Waves“ (Stadttheater Bremerhaven, 6. Mai) und das Musical „Chess“ (Staatstheater Oldenburg, 17. Juni). Die Premieren verteilen sich kontinuierlich von Januar bis Juni auf die großen Bühnen in Bremen, Bremerhaven und Oldenburg. Auch weitere Genres und Schauplätze wie Schauspiel, Tanz- und Kinderproduktionen ergänzen das Angebot, sodass nahezu jeden Monat ein oder mehrere bedeutende Werke uraufgeführt werden.
Quellen
Wie gehen verschiedene Theater im Nordwesten mit aktuellen gesellschaftlichen oder historischen Themen in ihren Stücken und Inszenierungen um?
Theater im Nordwesten greifen aktuelle gesellschaftliche und historische Themen auf vielfältige Weise in ihren Inszenierungen auf. So befasst sich beispielsweise die Bremer Shakespeare Company mit zeitlosen und gegenwärtigen Krisen wie Krieg, Klimawandel oder Pandemie, um das „Unbehagen in der Kultur“ und gesellschaftliche Überforderung auf der Bühne zu verhandeln und zu transformieren. Das Seniorentheater Weserterrassen thematisiert in „Im Licht von Gold und Rost“ die gesellschaftlichen Umbrüche und das aufbrechende Rollenverständnis der 1920er-Jahre, während das Hamburger Schauspielhaus mit Inszenierungen zu Krieg, Klimawandel, sozialer Ungleichheit und Einsamkeit gezielt gesellschaftliche Diskurse anstößt und künstlerisch reflektiert.
Quellen
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