„Bei Weitem noch nicht genug“EU-Innenkommissar vermeldet „höchste Abschiebungsrate seit 2019“
03.01.2026, 05:15 Uhr
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„Wir müssen die illegale Migration auf allen Fronten bekämpfen“, so EU-Innenkommissar Magnus Brunner. (Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)TeilenFolgen auf:
Im abgelaufenen Jahr 2025 hat die EU voraussichtlich so viele illegal eingereiste Menschen abgeschoben wie zuletzt 2019, sagt EU-Innenkommissar Magnus Brunner. Mit Rückführungszentren in Drittstaaten verschärft die EU die Migrationspolitik weiter.
Die EU-Kommission geht für das abgelaufene Jahr von einem deutlichen Anstieg der Abschiebungen aus der Europäischen Union aus. „Die Abschiebungsrate ist in den ersten drei Quartalen von 19 Prozent im Jahr 2023 auf 27 Prozent im Jahr 2025 gestiegen. Damit werden wir im Jahr 2025 voraussichtlich die höchste Abschiebungsrate seit 2019 erreichen“, sagte EU-Innenkommissar Magnus Brunner der „Welt am Sonntag“. Dennoch sei dies „bei Weitem noch nicht genug“, sagte der Österreicher weiter.
„Wir müssen die illegale Migration auf allen Fronten bekämpfen. Das bedeutet konsequente Abschiebungen jener, die das Recht verwirkt haben, in der EU zu bleiben“, forderte der EU-Kommissar. Dies bedeute auch „die rasche Abweisung von Personen mit geringer Aussicht auf Asyl“ sowie „eine enge Zusammenarbeit mit Drittstaaten, damit sich Menschen gar nicht erst auf gefährliche Fluchtrouten begeben.“
Die EU-Staaten hatten Anfang Dezember in Brüssel weitreichende Einigungen in entscheidenden Fragen der Migrationspolitik erreicht. Unter anderem wollen sie den Druck auf abgelehnte Asylbewerber erhöhen und Abschiebungen effizienter abwickeln. Auch umstrittene Rückführungszentren in Drittstaaten außerhalb der EU sollen künftig möglich sein.