Die Kinos hatten in dem vergangen Jahr 2025 immer wieder volle Kinosäle. Durch Filme wie „Mission Impossible“, „Das Kanu des Manitu“ oder wie zuletzt „Avatar“ zog es zahlreiche Menschen in die Kinos – auch in Braunschweig.

Doch während die Besucher in bequemen Sesseln versinken, steht die Branche selbst vor einer beunruhigenden Frage: Wie behauptet sich das Kino im Zeitalter des Streamings, in dem Netflix, Prime Video und Co. mit nur einem Klick das Wohnzimmer zum Kinosaal machen?

Sind die Kino-Zeiten in Braunschweig endgültig vorbei?

Das Kinojahr 2025 hatte es in sich – und das gleich auf mehreren Ebenen. Weltweit feiert das Kino sein 130-jähriges Bestehen, und doch schwingt vielerorts Unsicherheit mit. Trotz wachsender Konkurrenz durch digitale Angebote strömen in Deutschland rund 85,5 Millionen Besucher in die Kinos – ein deutliches Lebenszeichen einer traditionsreichen Kunstform, die längst totgesagt schien. Auch das „Astor Filmtheater Braunschweig“ zieht eine gemischte Bilanz: Mit 499.000 Besucherinnen und Besuchern verzeichnet das Haus einen spürbaren Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (wir berichteten). Publikumsmagneten wie „Avatar: Fire and Ash“ mit 24.000 und „Das Kanu des Manitu“ mit 20.900 verkauften Tickets locken die Menschen wieder in die Kinosäle des Astor Kinos. Doch die Geschäftsführung blickt trotz der positiven Zahlen mit gemischten Gefühlen auf die kommenden Jahre.

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„Avatar“, „Mission Impossible“, „Jurassic World“ – 2025 war geprägt von großen Namen und noch größeren Bildern. Hollywood setzt weiter auf bewährte Marken, um die Zuschauer ins Kino zu ziehen. Gleichzeitig beweist der Erfolg deutscher Produktionen wie „Das Kanu des Manitu“ oder „Die Schule der magischen Tiere 4“, dass auch heimische Filme ihren Platz behaupten können.

Die Herausforderungen der Kino-Branche bleiben

Ein wesentlicher Baustein des „Versuchs der Branche“ bleibt die technologische Aufrüstung. 2025 erlebt das IMAX-Format einen wahren Boom: 14 Filme wurden exklusiv für die Großleinwand produziert. Hochauflösende digitale Projektion und präzise Atmos-Soundsysteme sollen das Kino zum Erlebnisraum machen, den keine Streamingplattform ersetzen kann, wie der Theaterleiter des Astors, Frank Oppermann, erklärt. In Braunschweig besonders erfolgreich: Die Lesungsreihe mit bekannten Film- und Kinotalenten, die das klassische Kinoerlebnis um kulturelle Begegnungen erweitert.

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Die Herausforderungen bleiben groß. Ticketpreise steigen, Produktionskosten explodieren – und die Bequemlichkeit des Sofas bleibt ein mächtiger Gegner. Dennoch zeigen die steigenden Besucherzahlen, dass das Kino wieder an Bedeutung gewinnt.