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ARCHIV - 12.02.2025, Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr steht mit Blaulicht bei der Feuerwache 5 Filder (gestellte Szene). (zu dpa: „Feuer in Hochhaus ausgebrochen - mehrere Verletzte“) Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++Feuerwehrkräfte wurden an Silvester mit Böllern beschossen. © Marijan Murat/dpa

Staatsschutz untersucht die Silvesterkrawalle in Tenever. Die Angriffe behinderten die Löscharbeiten an der Kita. Mehrere Tatverdächtige müssen mit Verfahren rechnen.

Nach den massiven Angriffen auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht in Tenever ermittelt nun auch der Staatsschutz wegen schweren Landfriedensbruchs. Am Silvesterabend, Mittwoch, 31. Dezember, war auf dem Dach einer Kita in Tenever ein Brand gemeldet worden. Wie die Polizei mitteilte, ist nun Strafanzeige wegen Brandstiftung gestellt worden. Etwa 20 Personen sollen ein Gebäude mit Silvesterfeuerwerk beworfen und die Löscharbeiten behindert haben.

Feuerwehr in Bremen-Tenever mit Böllern beschossen

Laut Angaben der Polizei konnte die Feuerwehr zunächst nicht mit den Löscharbeiten beginnen, da die Einsatzkräfte von der Gruppe mit Böllern und Raketen beschossen wurden. Erst alarmierte Polizeikräfte sicherten die Lage, sodass der Brand schließlich gelöscht werden konnte. Durch eine eingeschlagene Scheibe seien jedoch immer wieder Feuerwerkskörper in die Innenräume der Kindertagesstätte geworfen worden.

Beamte beleidigt und mit Böllern beworfen

Als die Bremer Polizei einschritt, schwoll die Gruppe den Angaben zufolge auf rund 50 Personen an. Die Beamtinnen und Beamten seien fortlaufend beleidigt und mit Böllern beworfen worden, die direkt vor ihnen explodierten. Verletzt wurde dabei niemand, heißt es weiter.

Waffen, Messer und Reizgas beschlagnahmt

Etwas später verlagerte sich das Geschehen auf ein nahegelegenes Parkdeck. Dort gelang es der Polizei schließlich mit Unterstützungskräften, die Lage zu beruhigen. Im Zuge von Personenkontrollen wurden Schreckschusswaffen, Messer und Reizgas sichergestellt. Gegen die Tatverdächtigen wurden nach Polizeiangaben entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet und Platzverweise ausgesprochen.