Nach einem kurzen Winter-Urlaub startete der 1. FC Köln am Freitagnachmittag im Estadi Olímpic Camilo Cano in La Nurcia (Spanien) ins Trainingslager. 23 Feldspieler und vier Torhüter standen dem FC-Coach Lukas Kwasniok (44) zur Verfügung. Innenverteidiger Joel Schmied (27) fehlte verletzt und arbeitete im Kraftraum individuell.

Kwasniok ordnet den Auftakt ein: „Heute war nur ein Opener.“ Der Trainer kennt die Anlage von einem früheren Aufenthalt, zeigt sich begeistert: „Die Rahmenbedingungen sind top. Wenn man sich die Witterungsbedingungen in Deutschland anguckt, haben wir die richtige Wahl getroffen.“

Mehr zum Thema

Viel Zeit bleibt nicht. Schon am 10. Januar wartet das wichtige Bundesliga-Auswärtsspiel in Heidenheim. Deshalb setzt Kwasniok auf Intensität: Samstag und Sonntag jeweils zwei Einheiten, am Montag ein Testspiel gegen den Schweizer Erstligisten FC Lugano. „Wir werden viel in großen Formen arbeiten. Wir bauen auf dem auf, was wir uns in der Hinrunde erarbeitet haben. Die Jungs haben nicht so viel verloren, dass wir bei Adam und Eva anfangen müssen.“

Kwasniok feiert die FC-Talente

Besonders ins Schwärmen kommt der Coach, wenn es um seine Nachwuchsspieler geht. Fünf Talente dürfen sich im Trainingslager zeigen: Yannick Mausehund (19), Cenny Neumann (18), Keeper Mikolaj Marutzki (18), Fynn Schenten (18) und Torjäger Bernie Lennemann (22), der mit vier Treffern aus den letzten drei Regionalliga-Spielen formstark anreiste – und erstmals überhaupt bei den Profis dabei ist.

U19-Torjäger Fynn Schenten (18) überzeugte zuletzt in der Uefa-Youth-League

U19-Torjäger Fynn Schenten (18) überzeugte zuletzt in der Uefa-Youth-League

Foto: picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS

Kwasniok begeistert: „Wir haben fünf Jungdachse dabei, die Energie reinbringen sollen. Sie sollen die Etablierten kitzeln. Vor allem offensiv haben wir einige interessante Jungs dabei, die viel können.“ Für Köln ein Hoffnungsschimmer: Die jungen Wilden könnten der Offensive neue Optionen geben – und aus Said El Mala (19) konstantere Leistungen kitzeln!

Denn der Kölner Wunderjunge gehört zwar schon jetzt zu den Leistungsträgern beim FC, doch Konstanz bleibt sein größtes Thema. El Mala schwankt – mal Matchwinner, mal abgetaucht. Im Derby gegen Gladbach stand er in der Startelf, weil er zuvor „geliefert hat“, wie Kwasniok betonte. Doch zur Pause war Schluss: Zu wenig Defensivarbeit. Und zuletzt gegen Union? Nur Joker-Einsatz – aber selbst in seiner Paradedisziplin konnte er dort nicht zünden.