Die Silvesterfeuerwerke haben an vielen Orten kurzfristig zu sehr hohen Konzentrationen von Feinstaub geführt. Dank günstigen Wetters verflog er schnell wieder.
Feuerwerk an Silvester 2025 in Frankfurt.
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00:23 Min.|02.01.26
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Wie üblich zum Jahreswechsel, ließen die Böllerei und das Abschießen von Raketen die Feinstaubwerte auch an diesem Silvester ab Mitternacht stark ansteigen. „Das windige Wetter sorgte aber, wie in den beiden Vorjahren, für eine schnelle Verbesserung der Luftqualität“, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mit.
Die höchsten Werte zwischen 0 und 0.30 Uhr wurden an den Messstationen in Wiesbaden-Süd, an der Friedberger Landstraße in Frankfurt und in Offenbach an der Unteren Grenzstraße gemessen. Dort betrugen die Halbstundenwerte jeweils etwa 310 bis 330 Mikrogramm pro Kubikmeter, wie das HLNUG meldete.
Im Mittel sei an allen städtischen Messstationen in Hessen in der ersten halben Stunde nach Mitternacht eine Feinstaubkonzentration von etwa 140 Mikrogramm pro Kubikmeter festgestellt worden. An keiner Messstelle im ganzen Land sei der Wert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel überschritten worden. Dies liege an der schnellen Verflüchtigung des Feinstaubs in den allerersten Stunden des neuen Jahres.
Höhere Feinstaubbelastung am Neujahrstag 2020
In zurückliegenden Silvesternächten mit wenigem Wind und somit „austauscharmen Wetterlagen“ hatte es nach Angaben des Landesamts eine „langanhaltend starke Feinstaubbelastung“ gegeben. Das sei beispielsweise am Neujahrstag 2020 der Fall gewesen.
Feinstaub kann ungesund für Menschen sein. Grober Feinstaub wird laut Bundesumweltamt meist bereits in der Nase abgefangen, wohingegen feinere Partikel es schaffen, tiefer in die Lungen vorzudringen. Feinstaubpartikel können Entzündungen und Stress in menschlichen Zellen auslösen. Die oben angegebenen Werte beziehen sich auf den feineren Feinstaub (PM 2,5).
PM-2,5-Konzentration von einigen hundert Mikrogramm pro Kubikmeter sind in Neujahrsnächten nicht ungewöhnlich. In Extremfällen kann die Feinstaubbelastung für Stunden auch über 1.000 Mikrogramm liegen, so das HLNUG. In dem Bereich bewegten sich manche Werte zu Neujahr 2020.
Ob die Belastung auch deshalb gesunken ist, weil womöglich weniger Feuerwerk in die Luft gejagt wurde, dazu teilte das Landesamt nichts mit.
Sendung:
hr1,
02.01.26, 21:00 Uhr
Quelle: hessenschau.de, dpa/lhe