Nur Karaoke-Spiele geben sich noch vor Band-Simulationen wie Guitar Hero und Rock Band in so kurzen Abständen ein Stelldichein – allen voran Träller-König SingStar. In diesem Monat flatterten gleich vier Titel für unterschiedliche Plattformen in unsere Redaktion – das Quartett wollen wir Euch vergleichend vorstellen. Mit U-Sing und We Sing feiern zwei Wii-Titel ihren Einstand, die Mitsing-Kost endlich auch auf Nintendos ­Party- und Gelegenheitsspieler-Konsole etablieren wollen.

Platzhirsch auf dem Gebiet der Karaoke-Spiele ist mit über 30 Titeln für PS2 und PS3 die SingStar-Reihe. Jede erdenkliche, singbare Musikrichtung (Rocks!, R&B oder Schlager) sowie speziell auf einzelne Künstler zugeschnittene Auskopplungen (Die Toten Hosen, ABBA oder jüngst Take That) umfasst das Archiv. Allein der ’SingStore’ auf PS3 bringt es auf über 1.100 einzelne Tracks. Der Backup-Katalog ist beträchtlich, und die jüngste Episode Made in Germany steuert 30 frische Songs bei. Anders als der Konkurrent auf Xbox 360 sind die Liedtexte der SingStar-Scheibe auf deutsch und englisch – entscheidend ist die Herkunft der Künstler. So findet Ihr neben Klassikern wie ”Millionär” von den Prinzen oder Lucilectrics ”Mädchen” beispielsweise auch die Englisch singenden H-Blockx und Milli Vanilli; aktuelle Chartstürmer halten sich dagegen auffällig zurück. Inhaltlich bleibt Sony beim bewährten Konzept: Solo, Duett und Duell sowie launige Mehrspieler-Modi für bis zu acht Spieler sind gewohnter Standard. Die Präsentation pegelt sich bei stilvoller Zurückhaltung ein.

Beide Titel für Wii sind wahlweise als Bundle erhältlich, im U-Sing-Paket findet Ihr nur ein kabelgebundenes Mikrofon anstatt zwei wie bei We Sing. Die bewegungssensitiven Singhilfen bei Lips und die drahtlosen SingStar-Mikros punkten im Vergleich zu den billig verarbeiteten Wii-Pendants mit besserer Klangqualität.