Mitarbeiter des Winterdienstes räumen den Schnee von Hamburgs Straßen.

AUDIO: Weiter Schneefall: Stadtreinigung sieht sich gut vorbereitet (1 Min)

Stand: 03.01.2026 13:39 Uhr

Auch am Sonnabend sorgen Eis und Schnee für teilweise glatte Straßen in Hamburg. Daher ist der Winterdienst der Stadtreinigung in Alarmbereitschaft und mit Hunderten Leuten im Einsatz. Auch in den nächsten Tagen soll es glatt bleiben.

Für die kommenden Tage wurde eine volle Einsatzbereitschaft ausgerufen. Das heißt, dass alle rund 720 Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Dazu kommen etwa 360 Fahrzeuge, um Straßen und Wege von Eis und Schnee zu befreien. Weitere Unterstützung soll dazukommen: „Wir stocken gerade noch auf“, sagte der Sprecher der Stadtreinigung, Kay Goetze, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir gucken, dass wir Kollegen aus der Müllabfuhr hinzuziehen können.“ Trotz des Einsatzes droht weiter Glättegefahr, alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden um Vorsicht gebeten.

Am Vormittag staut es auf den Autobahnen in und um Hamburg – betroffen sind unter anderem die A1 Lübeck Richtung Hamburg und die A7 Flensburg Richtung Hannover. Es kommt zu Verzögerungen.

Wetterdienst: Glättegefahr auch in den nächsten Tagen

Laut DWD bleibt die Glättegefahr auch in den kommenden Tagen bestehen, da bei anhaltenden Schneeschauern und Temperaturen um den Gefrierpunkt weiterhin winterliche Straßenverhältnisse zu erwarten sind. Die Behörden und die Feuerwehren warnen außerdem vor herabfallenden Ästen und der Schneelast auf Bäumen. Waldgebiete sollten möglichst gemieden werden

Glätteunfälle und Staus am Freitag

Schon am Freitag hatte der plötzliche Wintereinbruch in Hamburg für Chaos gesorgt. Auf den Straßen gab es viele Unfälle, auf den Autobahnen bildeten sich Staus mit einer Gesamtlänge von mehr als 150 Kilometern. Die Polizei verzeichnete rund 300 witterungsbedingte Einsätze. Die Polizei berichtete von mehreren Glatteisunfällen: In Rothenburgsort wurde ein Mann lebensgefährlich verletzt, als er sein Auto von Schnee befreien wollte – er wurde von einem Lastwagen erfasst. Ebenso wie eine Frau in Wandsbek: Ein Lkw-Fahrer konnte an einer Ampel nicht rechtzeitig stoppen.

Probleme bei der S-Bahn und am Flughafen

Die Köhlbrandbrücke wurde zwischenzeitlich komplett gesperrt, weil sich mehrere Lkw quergestellt hatten. Probleme gab es auch bei der S-Bahn und auf vielen Buslinien. Laut HVV waren bis zum Freitagabend alle Linien betroffen, Grund seien „witterungsbedingte Störungen“. Die gab es auch am Hamburger Flughafen, wo viele Flüge verspätet abheben konnten und rund 20 ganz ausfielen.

Video:
Wintereinbruch überrascht Verkehr in Hamburg (5 Min)

Die Feuerwehr musste zu weit mehr als 120 wetterbedingten Einsätzen ausrücken. In Osdorf stürzte am Freitagabend das Dach der Tennishalle am Hemmingstedter Weg unter der Last der Schneemassen zusammen. Verletzt wurde dabei niemand. Dazu kam ein größerer Einsatz in Iserbrook. Dort löste mutmaßlich ein Blitzeinschlag einen Dachstuhlbrand in einem Einfamilienhaus aus.

Mehrere Kilometer Stau in und um Hamburg

Insbesondere im Hafen staute sich der Verkehr am Freitag. Auch auf den Autobahnen ging es nur sehr langsam voran. Allein auf der A1 gab es zwischenzeitlich dreieinhalb Stunden Stau. Ab Henstedt-Ulzburg war die A7 wegen extremer Glätte am späten Freitagnachmittag in Richtung Hamburg gesperrt worden. Später wurde sie wieder freigegeben. Zuvor waren zwischen Schnelsen-Nord und Quickborn ein Lieferwagen und ein Sattelzug zusammengestoßen.

Auch die A23 zwischen Pinneberg-Süd und Halstenbek/Rellingen war wegen extremer Glätte zeitweise gesperrt. Aber auch zu Fuß oder auf dem Rad war das Vorankommen stellenweise herausfordernd.

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