Der Nordhafen Walsum in Walsum bei Kilometer 793 rechts und ist der nördlichste Hafen auf dem Gebiet der Stadt Duisburg.
Gebaut wurde der Nordhafen von 1933 bis 1936 als der jüngste Duisburger Hafen und Werkshafen der Zeche Walsum. Er ist heute der Werkshafen des Kraftwerks Duisburg – Walsum. Die Stadt Duisburg ist die Eigentümerin des Geländes.
Betreiber des Hafens war bis zur Schließung des Bergwerkes die RAG. Seit 2008 wird er von der Steag betrieben.
Das Hafenbecken hat eine Länge von 450 Metern, eine Breite von 70 Metern und an der kanalartigen Verbindung zum Rhein eine Erweiterung als Wendemöglichkeit. Die Kaianlage südlich ist auf eine Länge von 230 m abgespundet und hochwassersicher. Die Nordseite ist auf 440 m geböscht. Es stehen zwei Wippkräne, verschiedene Gleis- und Bandförderanlagen als Ausrüstung des Hafens zur Verfügung, die Hafenbahn erschließt aber nur noch das Kraftwerk, nicht die Pier. Gemeindestraßen führen vom Hafen zu der 2,5 km östlich verlaufenden Bundesautobahn 59.
Die Personenschiffahrt steuert den Nordhafen nicht an.
Die Königstraße überquert am Wendebecken den Hafen mittels einer Hubbrücke; so kann der Hafen auch bei Hochwasser angefahren werden. Die Brücke wurde 1934–36 gebaut, im März 1945 von zurück weichenden Truppen der Wehrmacht gesprengt und 1950 wiedererrichtet. Sie ist wegen baulicher Mängel seit Oktober 2012 für den Pkw-Verkehr und kann zurzeit lediglich von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden.
Der Nordhafen Walsum gehört – wohl wegen seiner geschichtlichen Bedeutung – zur Route der Industriekultur. Der Autor dieser Zeilen muß zu seiner eigenen Schande gestehen, daß er ihn nicht aus eigener Anschauung kennt. Was sowohl am Standort im Duisburger Norden als auch mangelnden Anreisemöglichkeiten (s. o.) liegt. Wenden wir uns daher ganz schnell dem fiktiven Teil dieses Textes zu.
(fiktiver Teil)
„Im Nordhafen Walsum werden zwar jedes Jahr bis zu 4 Mio. t Güter verschiedenster Art umgeschlagen,“ berichtet Yesillerix; der Sohn eines christlichen afghanischen Vaters sowie einer deutschen Mutter ist bekanntlich lokalpolitisch in der WABE – Wanheimer Anti-Binären Erweckungsbewegung aktiv. „Das reicht nicht. Der Hafen soll touristisch erschlossen werden. Wir haben uns daher mit Rainer Scharwenzelmann zusammengetan.“
„Was soll das?“ werden Sie, liebe Leser, nun zu Recht fragen. „Scharzwenzelmann ist ein gescheiterter Veranstaltungskaufmann und Möchtegern – Event Manager.“
„Meine Frau Stephania Scharwenzelfrau hat mich aufgefordert, mir Mühe zu geben und zu zeigen, was ich alles kann Sie hat `Reiner, scharwenzel!´ ausgerufen!“
Wider Erwarten kann sich das Ergebnis sehen lassen. In Absprache mit der Betreiberin gibt es im Sommer unregelmäßig Tretbootwettrennen, Feiern auf Partyschiffen, (kleine) Schiffsparaden (gelegentlich mit Feuerwerk), Fahnenschwenkwettbewerbe (die angesiedelten Firmen untereinander und gegen andere Binnenschiffahrtsunternehmen) oder Schwimm- und Tauchveranstaltungen. Gelegentliche Filmaufnahmen für Fernsehproduktionen sind nicht ausgeschlossen.
„Im Winter hat der Nordhafen ein anderes Potential,“ so Scharwenzelmann. „Da sind dann Veranstaltungen in Gebäuden angesagt. Kleine Binnenschiffahtsmessen. Gesellschafterversammlungen. Firmenfeiern. Pressekonferenzen. Momentan reichen Veranstaltungen mit örtlicher und regionaler Bedeutung,“ so Schwarwenzelmann.
Das Kopfschütteln der Duisburger Stadtwerbung hat inzwischen aufgehört. „Wir hatten nicht gedacht, daß Herr Schwarwenzelmann zu einer solchen Leistung in der Lage ist..:“