Bis zu 50.000 Haushalte im Südwesten von Berlin sind seit Samstagmorgen ohne Strom. Wie die Stromnetz Berlin am frühen Morgen auf X mitteilte, sind weite Teile von Steglitz-Zehlendorf von einem Stromausfall betroffen. Polizei und Feuerwehr sind im Großeinsatz. „Es ist mit einem längeren Ausfall zu rechnen“, teilte die Feuerwehr am frühen Nachmittag mit.
„Wann der Strom wieder fließt, ist noch unklar. Unsere Teams sind im Einsatz und wir arbeiten an einer schrittweisen Wiederversorgung“, hieß es auf der Webseite der Stromnetz Berlin. An anderer Stelle hieß es zunächst, die Störung solle bis 18.30 Uhr behoben werden. Inzwischen erklärte die Feuerwehr aber: „Momentan ist nicht absehbar, wie schnell es behoben werden kann. Es muss momentan davon ausgegangen werden, dass der Stromausfall länger andauert.“
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Ursache ist den Angaben zufolge ein Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal nahe dem Kraftwerk Lichterfelde. Dadurch wurden mehrere Kabel beschädigt. Der Brand sei bereits gelöscht. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt eigenen Angaben zufolge wegen Brandstiftung.
Nach Angaben des Unternehmens soll es um 06.13 Uhr zu einem Ausfall im Umspannwerk Schlachtensee gekommen sein. Dadurch seien im Bereich Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde 45.400 Haushalte und 2200 Gewerbekunden ohne Strom. Betroffene Straßen sind unter anderem der Bürgipfad, Lichterfelder Ring, Silzer Weg und Umgebung. Laut Polizei und Feuerwehr ist auch das Mobilfunknetz betroffen, der Notruf funktioniere in dem Bereich möglicherweise nicht.
14.38 Uhr: Das sind die Notrufannahmestellen der Feuerwehr
Die Berliner Feuerwehr hat drei Notrufannahmepunkte eingerichtet. Dort wird es möglich sein, Notrufe abzusetzen, Hilfe und Informationen zu bekommen. Bei diesen Stellen wird vorerst aber keine Versorgung oder Betreuung darüber hinaus möglich sein.
Die Notrufannahmestellen befinden sich hier:
- Rathaus Wannsee (Chausseestraße / Königstraße)
- Mexikoplatz
- Carl-Schumann-Sportanlage (Osdorfer Straße 52)
14.34 Uhr: Verkehr der BVG und S-Bahn läuft ohne Einschränkungen
Der Stromausfall habe keinerlei Auswirkungen auf den Verkehr der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), hieß es aus der Leitstelle auf Tagesspiegel-Anfrage. Lediglich eine Funkzelle des Betriebsfunks ist demnach ausgefallen, die Störung wird jedoch durch andere Zellen im Umkreis ausgeglichen. Die Fahrgastinformationen und Automaten der BVG funktionieren ohne Einschränkungen, im Gegensatz zu denen der Berliner S-Bahn. Der S-Bahn-Verkehr läuft weiterhin ohne Störungen, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte.
14.22 Uhr: Berliner versorgen sich in Kleinmachnow
Bei Bäcker Exner am Rathausmarkt in Kleinmachnow gibt es am frühen Nachmittag kaum noch Ware. Lauter Zehlendorfer sitzen hier, wärmen sich auf. Eine Frau aus Schlachtensee holt mit ihrer Tochter Kaffee, füllt ihn in eine Thermoskanne für Oma und Opa. Alle reden vom Stromausfall. Wannsee, Grunewald, Schlachtensee noch betroffen, erzählen sich die Leute, Onkel-Tom-Straße wohl alles in Ordnung.
Stromausfall im Berliner Südwesten Dieses Gebiet ist betroffen und diese Verhaltenshinweise geben Polizei und Feuerwehr 14.19 Uhr: Was geschah an der Kabelbrücke?
In diesem Häuschen kommen die Stromkabel vom Kraftwerk Lichterfelde auf der anderen Seite des Teltowkanals an.
© dpa/Michael Kappeler
Auch am frühen Nachmittag sichert die Polizei noch Spuren am Brandort am Teltowkanal. Soeben ist sie den Bereich lange mit einer Drohne abgeflogen, um sich ein Bild aus der Luft zu machen.
Der Blick richtet sich auf eine unscheinbare kleine Hütte mit Wellblechdach und einer rötlichen Tür direkt am Ufer des Teltowkanals. In diesem Häuschen kommen die Stromkabel der Kabelbrücke an, die die Energie vom Kraftwerk Lichterfelde auf der anderen Seite des Kanals liefern.
Noch sei unklar, ob sich möglicherweise jemand Zugang zum Häuschen verschafft und Feuer gelegt habe oder ob sich jemand auf der anderen Uferseite an der Kabelbrücke zu schaffen gemacht habe, sagt ein Polizeisprecher.
Auf einer Hütte daneben ist ein Graffito gegen den früheren Bundeswirtschaftsminister der Grünen zu sehen: „Habeck, du Schwachkopf“. Das stehe schon länger dort, versichert eine Anwohnerin. Viele ältere Leute gehen hier mit ihren Hunden Gassi, das Stromhäuschen liegt in einer Kleingartenanlage.
Der Uferweg selbst sei schon seit Monaten für Bauarbeiten gesperrt, sagt ein Anwohner. Aber ein Teil des Bauzauns sei kürzlich niedergerissen worden – oder umgefallen. So richtig weiß das niemand. Die Polizei hat ihn am Morgen jedenfalls so schon vorgefunden. An das Häuschen lässt sie niemanden ran, alles ist weiträumig abgesperrt.
13.40 Uhr: Autos stecken in der Tiefgarage, Bewohner sitzen im Dunkeln
Betroffene berichten dem Tagesspiegel von ganz praktischen Problemen, die durch den Stromausfall verursacht werden: Die Heizung geht nicht, viele sitzen im Dunkeln, weil die Rollläden nur elektrisch zu öffnen sind, Alarmanlagen sind aus, Autos kommen nicht aus Tiefgaragen, weil die Tore zu sind. Einige ziehen zu Freunden oder Bekannten um. Eine Frau berichtet, dass sie den Gartengrill benutzt, um Wasser für Kaffee aufzuwärmen oder zu kochen.
13.34 Uhr: Feuerwehr richtet drei Notrufannahmepunkte ein
Die Berliner Feuerwehr wird drei Notrufannahmepunkte einrichten, teilte die Feuerwehr dem Tagesspiegel mit. Dort wird es möglich sein, Notrufe abzusetzen, Hilfe und Informationen zu bekommen. Bei diesen Stellen wird vorerst keine Versorgung oder Betreuung darüber hinaus möglich sein.
13.27 Uhr: Bis zu vier Krankenhäuser von Stromausfall betroffen
Tagesspiegel-Informationen zufolge sind von dem Stromausfall bis zu vier Krankenhäuser betroffen, darunter das Helios Klinikum Emil von Behring mit seinen über 500 Betten. Das Haus sei an die Notstromversorgung gegangen, hieß es am Samstagmittag. Ebenfalls per Notstrom versorgt werden dem Vernehmen nach das Krankenhaus Waldfriede, das Immanuel-Krankenhaus in Wannsee sowie das evangelische Krankenhaus Hubertus. Dort heißt es in einer entsprechenden Meldung auf der Homepage: „Wir bitten Sie, von Besuchen abzusehen.“
Das Benjamin-Franklin-Krankenhaus, ein Standort der Universitätsklinik Charité, ist nicht von dem Stromausfall im Südwesten Berlins betroffen.
13.13 Uhr: 47.000 Haushalte laut Vodafone betroffen
Der Mobilfunkanbieter Vodafone teilte auf Anfrage des Tagesspiegels mit, dass 47.000 Haushalte vom Stromausfall betroffen sind. Weder Kabel noch Internet und Fernsehen würden in den Wohnungen funktionieren, letztere könnten ohne Strom ohnehin nicht genutzt werden. Nach Angaben eines Sprechers sorgt Vodafone gerade für einen Stromgenerator für seine Betriebsstation.
Beim Mobilfunk gibt es laut dem Sprecher eine Grundversorgung, die gewährleistet sei, auch wenn nicht alle Mobilfunkmasten in Betrieb seien. Dazu seien die Mobilfunkanbieter auch verpflichtet.
Auch der Sprecher der Stromnetz Berlin teilte mit, dass Mobilfunkanbieter erfahrungsgemäß auf ihren Strommasten kleine Batterien haben, die für eine gewisse Zeit bei Stromausfällen in den Gebieten weiter betrieben werden. Diese haben allerdings nur eine gewisse Kapazität.
13.12 Uhr: Kleinmachnower nicht betroffen, Berliner kaufen in Brandenburg ein
Anwohner aus Kleinmachnow, auf der südlichen Seite der Landesgrenze in Brandenburg gelegen, berichten, dass sie beim morgendlichen Einkauf auf dem Supermarkt-Parkplatz schon vermehrt Autos aus Berlin gesehen haben. Auch Strom und Handyempfang funktionierten hier ohne Beeinträchtigungen.
13.08 Uhr: Stromausfall trifft auch S-Bahn Berlin
Von dem Stromausfall sind auch die Bahnhöfe Mexikoplatz bis Wannsee und Lichterfelde Süd bis Lichterfelde Ost betroffen. „Hier gibt es keine Fahrgastinformationen, Automaten und Entwerter funktionieren nicht“, teilte die S-Bahn Berlin auf X mit. Die S-Bahnen fahren jedoch.
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13.06 Uhr: Senat koordiniert Hilfen
Nun hat sich auch der Senat in die Hilfsmaßnahmen eingeschaltet. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lasse sich seit dem Morgen fortwährend über den Sachstand und die Lage informieren, sagte eine Sprecherin. Die Feuerwehr stimme sich derzeit mit dem Bezirk und den Hilfsorganisationen über den Aufbau von sogenannten Katastrophenschutz-Leuchttürmen ab, also Anlauf- und Informationsstellen für die Bevölkerung. Die Polizei prüfe, ob Katastrophenschutz-Informationspunkte notwendig seien.
Die Senatsinnenverwaltung koordiniere die notwendigen Maßnahmen von Polizei und Feuerwehr. Außerdem stehe Spranger mit den zuständigen Fachressorts und den Senatorinnen für Gesundheit und Wirtschaft sowie mit der Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf in ständigem Kontakt. Die beiden Senatsverwaltungen für Wirtschaft und Gesundheit sind zugleich eigenständige Katastrophenschutzbehörden für ihre jeweiligen Bereiche.
12.55 Uhr: Zeitpunkt für Wiederversorgung derzeit noch nicht bekannt
Zunächst hieß es von der Stromnetz Berlin, dass die Störung bis 18.30 Uhr behoben werden sollte. „Das können Sie vergessen“, sagte der Sprecher des Unternehmens am frühen Nachmittag. „Wir reden jetzt erstmal von einer vollständigen Notfallversorgung.“ Es gebe bereits kleinere Lösungen mit Tiefbau, um einzelne Kunden zu versorgen. Im Fokus stehe derzeit, alle Kunden wieder an den Strom anzubinden.
„Wir werden alles dafür tun, dass es so schnell wie möglich Strom gibt, aber der Winter macht es nicht einfacher“, sagte der Sprecher. „Es ist eine sehr gute Idee, wenn man Möglichkeiten findet, für das Wochenende andersweitig unterzukommen.“
In dem betroffenen Gebiet befinden sich neben drei Krankenhäusern auch mehrere Pflegeeinrichtungen. Die Krankenhäuser seien von der Stromnetz Berlin informiert worden, sie haben entsprechende Notfallpläne. „Das funktioniert in Berlin ganz gut“, so der Sprecher. Für die Versorgung mit Notstrom sollen die Bezirke um Hilfe gebeten werden.
12.53 Uhr: Feuerwerk, THW und Katastrophenschutz des Bezirks kümmern sich um Notstrom
Wie Henrik Beuster, Sprecher der Stromnetz Berlin, dem Tagesspiegel mitteilte, kümmern sich derzeit das THW, der Katastrophenschutz des Bezirks sowie die Feuerwehr um die Versorgung der Betroffenen mit Notstrom. „Unser Unternehmen hat auch eigene Notstromaggregate, die allerdings nicht für den Haushalt geeignet sind.“ Dabei handele es sich um große Aggregate, die für den Eigenbedarf in Umschaltwerken verwendet werden. „Man braucht Strom um Strom zu transportieren“, sagte der Sprecher.
12.39 Uhr: Bezirksamt prüft Einrichtung von Notunterkünften
Nach dem großflächigen Stromausfall erwägt das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf die Einrichtung von Notunterkünften. „Wir versuchen zu schauen, ob wir Seniorenfreizeiteinrichtungen, Jugendclubs oder auch Turnhallen aktivieren können, um den Menschen Anlaufstellen zu bieten“, erklärte Maren Schellenberg (Grüne), Bürgermeisterin des Bezirks, dem Tagesspiegel am Samstag.
Der Bezirk bereite sich „theoretisch darauf vor“, Menschen für die anstehende Nacht Schlafplätze zur Verfügung zu stellen, erklärte Schellenberg weiter. Aktuell tage der Krisenstab des Bezirks zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und anderen Hilfsorganisationen und berate über mögliche Maßnahmen, sollte der Stromausfall über den Abend hinaus andauern. „Das Wichtigste ist, dass die Menschen über Nacht vernünftig untergebracht werden“, sagte Schellenberg.
12.15 Uhr: Etliche Menschen sitzen wahrscheinlich im Kalten
Mehrere Zentimeter Neuschnee hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für das Wochenende angekündigt, bei Temperaturen von maximal 0 bis 2 Grad. Da auch Heizungen meist nur mit Strom funktionierten – zum Beispiel für Pumpen oder Regler –, sei es sehr wahrscheinlich, dass auch Menschen im Kalten säßen, sagte der Sprecher der Stromnetz Berlin, Henrik Beuster, der dpa. Teams von Stromnetz Berlin seien dabei, die Versorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen. Wann es so weit sei, könne er aber noch nicht sagen.

© dpa/Wolfram Steinberg
12.12 Uhr: Zunächst hilft noch ein Winterspaziergang
Glücklich ist, wer diese Notlage gelassen nehmen kann.
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12.09 Uhr: Edeka-Supermarkt geschlossen
„Aufgrund von Stromausfall geschlossen“ steht notdürftig auf einem braunen Pappschild vor diesem Edeka-Supermarkt in der Sundgauer Straße in Zehlendorf – während Schneefall den Ort ebenfalls im Griff hat.

© dpa/Michael Kappeler
11.42 Uhr: Polizei informiert Anwohnende über Lautsprecher
Bürgerinnen und Bürger im betroffenen Gebiet werden nun mit Lautsprecherfahrzeugen der Polizei informiert, heißt es in einem Post der Behörde auf X. „Aufgrund des Stromausfalls kann es auch zu Heizungsausfällen kommen. Prüfen Sie daher, ob Sie die Möglichkeit haben, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen.“
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Weiterhin weist die Polizei darauf hin, Handys sparsam zu nutzen und für die Abendstunden Taschenlampen oder batteriebetriebene Leuchten bereit zu halten.

© dpa/Michael Ukas
11.35 Uhr: Das sind die betroffenen Gebiete
Die Stromnetz Berlin hat auf der Webseite eine Karte mit den vom Stromausfall betroffenen Gebieten veröffentlicht. Die unterschiedlichen Farben sind laut dem Unternehmen technisch bedingt.

© Stromnetz Berlin
10.30 Uhr: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen betroffen
„Viele Kräfte sind im Einsatz. Wir sind voll im Einsatz und müssen viele Stellen kontrollieren, hauptsächlich in Einrichtungen mit Pflegebedürftigen und Patienten“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Tagesspiegel. „Wir haben die Herausforderung, dass wir an unterschiedlichen Stellen unterstützen müssen.“
Wie viele Pflegeheime und Krankenhäuser aktuell betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Sprecher bestätigte jedoch, dass einige Patientinnen und Patienten schon verlegt werden mussten in Einrichtungen, die vom Stromausfall nicht betroffen sind. „Schulen sind heute zum Glück nicht betroffen“, sagte der Sprecher.
Die betroffene Bevölkerung soll so gut wie möglich unterstützt werden. Derzeit werde daher gemeinsam mit Polizei und den Bezirken geplant, wie Bürgerinnen und Bürger in dem Bereich versorgt werden können. Zahlreiche Kräfte der Feuerwehr sind zusätzlich im Dienst. Am Vormittag ging auch ein Alarm an die Freiwilligen Feuerwehren raus.
Auf der Webseite hat die Feuerwehr eine Notfallseite eingerichtet mit aktuellen Informationen. Da in dem Bereich auch das Mobilfunknetz betroffen ist, kann es sein, dass der Notruf nicht funktioniert. Der Sprecher wies darauf hin: „Bitte halten Sie die Leitungen beim Notruf der Feuerwehr für akute Notfälle frei, nicht weil man sein Handy nicht laden kann.“
Die Feuerwehr weist außerdem darauf hin:
- Fragen Sie auch Ihre Nachbarn, ob diese Hilfe benötigen.
- Vorsicht beim Umgang mit Kerzen – lassen Sie diese nicht unbeaufsichtigt. Lieber Taschenlampen als Kerzen benutzen!
- Sollte Ihr Telefonnetz betroffen sein, erhalten Sie in einem Notfall Hilfe bei Ihrer nächstgelegenen Feuerwache oder Polizeidienststelle. Es besteht auch die Möglichkeit, über die Öffentlichen Verkehrsmittel einen Notruf abzusetzen.
- Bitte prüfen Sie, ob Sie hilfsbedürftige Angehörige im betroffenen Gebiet haben, und nehmen Sie Kontakt zu diesen auf. Prüfen Sie ebenfalls, ob Unterstützung benötigt wird.
10.12 Uhr: Polizei ermittelt wegen Brandstiftung
Kurz vor 10 Uhr teilte die Polizei auf X mit, dass ein Zeuge gegen 6.45 Uhr die Behörde zu einem Brand in Lichterfelde alarmierte. Dort sollen mehrere Kabel der Kabelbrücke gebrannt haben. Die Berliner Feuerwehr löschte den Brand an der Bremer Straße Ecke Görtzallee den Angaben zufolge. Die Kriminalpolizei sei vor Ort und ermittle wegen des Verdachts der Brandstiftung. Rund 160 Einsatzkräfte sind in den betroffenen Ortsteilen unterwegs.
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10.09 Uhr: Ähnliche Dimension wie im September
Von der Dimension ist der Stromausfall nach den Worten des Unternehmenssprechers vergleichbar mit einem ähnlichen Fall im September im Südosten Berlins. Auch dort sprach der Betreiber Stromnetz Berlin von zunächst 50.000 Kunden. Der Stromausfall zog sich über Tage hin. Ursache damals war ein politisch motivierter Brandanschlag auf zwei Strommasten. Diesmal gab es von der Polizei zunächst keine Informationen über mögliche Ursachen. Einsatzkräfte seien vor Ort. (mit dpa)
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Autos fahren im Dunkeln. Nach dem Stromausfall blieb die Osdorfer Straße in Lichterfelde ohne Beleuchtung.

© dpa/Michael Ukas
08.15 Uhr: Ausfälle der Mobilfunknetze möglich
Die Polizei warnte auf X: „Durch den Stromausfall können auch Mobilfunk- und Festnetzverbindungen beeinträchtigt sein.“ Einsatzkräfte sind den Angaben zufolge in den betroffenen Bereichen präsent und ansprechbar. Auch die Berliner Feuerwehr weist auf der Webseite darauf hin, dass es derzeit zu Einschränkungen beim Notruf kommen kann.
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