Nach dem Wintereinbruch zum Jahresbeginn haben Schnee, Glätte und Kälte Deutschland fest im Griff. Am Sonntag soll es meist stark bewölkt bis bedeckt bleiben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Lediglich ganz im Süden sei mit viel Sonne zu rechnen.
Vorrangig vom Nordwesten her bis zum Erzgebirge komme es zu Schneeschauern. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und minus 3 Grad.
In der Nacht zum Montag erwarten die Meteorologen teils zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 15 Grad möglich, im Rest des Landes zwischen minus 3 und minus 9 Grad. Dabei seien hauptsächlich im Norden Schneeschauer möglich.
Tobias Reinartz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach prognostizierte bereits am Freitag, dass der Wind am Wochenende zwar lebhaft bleibe, aber ein gutes Stück schwächer wehe als während des Sturmtiefs am Freitag. Eine kleine Ausnahme könnte ein kleinräumiges Tief sein, das in der Nacht zum Sonntag über Deutschland hinwegzieht.
„Die Zugbahn ist im Detail zwar noch unsicher, dürfte aber grob vom Emsland bis zur Lausitz verlaufen.“ Das Tief könnte ein kleinräumiges Wind- bzw. Sturmfeld mit sich führen. „Wie intensiv das aber tatsächlich ausfällt, ist ebenfalls noch nicht so richtig klar“, sagte Reinartz.
Winterchaos legt europäische Flughäfen lahm
Schnee, Eis und Glätte haben in den vergangenen Tagen zu erheblichen Beeinträchtigungen an wichtigen Flughäfen in Europa geführt – unter anderem in Hamburg, Amsterdam und Warschau, wie das Portal Reisereporter berichtet. Verspätungen, Flugausfälle und lange Wartezeiten waren die Folge.
Am Amsterdamer Flughafen Schiphol sorgte das Winterwetter für Chaos. Es kam zu vielen Verspätungen und auch Flüge nach Deutschland fielen aus.
Reisende am Flughafen Schiphol werden vor Verspätungen und Flugausfällen aufgrund von Winterwetter und starkem Wind gewarnt.
© dpa/KOEN VAN WEEL
Auch Flüge nach Frankfurt, München, Berlin, Hamburg und Bremen wurden gestrichen. Die niederländische Fluggesellschaft KLM verwies auf Schneefall und starken Wind als Grund für die Behinderungen.
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Das Winterwetter hält vorübergehend an. Laut dem Deutschen Wetterdienst komme es am Montag insbesondere in Küstennähe zu schauerartigen Schneefällen, vereinzelt seien auch Graupelgewitter möglich. Im Süden soll es hingegen weitgehend trocken bleiben. Abseits von größeren Nebelfeldern zeige sich zudem die Sonne vermehrt.
Am Dienstag erwartet der DWD eisige Temperaturen und Dauerfrost fast im gesamten Land. Lediglich auf den Nordseeinseln und am Niederrhein seien zarte Plusgrade möglich. Ansonsten lägen die Höchsttemperaturen bei weitgehend trockenem Wetter zwischen minus 6 und minus 1 Grad.