In Braunschweig verschwindet ein Stück Stadtgeschichte. Nach fast sieben Jahrzehnten schließt ein traditionsreicher Familienbetrieb im Stadtteil Stöckheim für immer seine Türen.

Diese Entscheidung ist nicht über Nacht gefallen – und sie fällt schwer. Zuerst hatte die „Braunschweiger Zeitung“ darüber berichtet.

Braunschweig: „Keiner will den Job mehr machen“

Bereits 1989 übernahmen Elke und Rainer Kurda den Betrieb von ihren Eltern. Seitdem führen sie ihn gemeinsam: Sie ist Floristik-Meisterin, er ist Gärtnermeister. Doch nun ist es Zeit für den Ruhestand. „Wir wollen in Rente gehen“, sagt Elke Kurda zur „Braunschweiger Zeutung“. Ein Weiterbetrieb? Ausgeschlossen. „Wir haben gesucht, aber es findet sich einfach kein Nachfolger.“

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Der Personalmangel setzte der Gärtnerei Kurda bereits im vergangenen Jahr zu. Die Schnittblumen-Abteilung musste geschlossen werden. Eine Floristin wanderte nach Spanien aus, eine andere ging in Rente. Ersatz? Fehlanzeige. „Wir haben einfach keine Nachfolgerinnen mehr gefunden“, so Kurda. „Keiner will den Job mehr machen.“

Letzter Ausverkauf läuft

Im Laden sind nur noch Restbestände zu finden. Einige Düngerflaschen, Weihnachtssterne, Topfpflanzen. Manche fragen, was denn mit zuvor erworbenen Gutscheinen passiert. Elke Kurda versichert: „Wenn sie nichts mehr finden, schreiben sie ihren Namen und ihre Kontonummer auf die Rückseite. Wir überweisen ihnen das Geld im Januar zurück.“

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Mehr über die Beweggründe zur Schließung und was nun mit den fünf Angestellten der Gärtnerei passiert, liest du bei unseren Kollegen der „Braunschweiger Zeitung“.