Angriff auf Venezuela

Reaktionen auf US-Angriffe: Russland äußert sich

Aktualisiert am 03.01.2026 – 14:55 UhrLesedauer: 5 Min.

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Diese Aufnahmen sollen Trumps Angriffe auf Venezuela zeigen. (Quelle: t-online)

Nach dem US-Angriff auf Venezuela und der von Donald Trump bestätigten Kommandoaktion gegen Maduro hat sich unter anderem Russland zu den Vorfällen geäußert – die internationalen Reaktionen.

Nach dem US-Angriff auf Venezuela reagiert die Welt auf die Ereignisse in dem südamerikanischen Land. Neben den Parlamentariern aus den USA haben sich bisher auch einige Länder zu dem Militärschlag der Trump-Regierung geäußert.

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump war Venezuelas linksnationaler Staatschef Nicolás Maduro in der Nacht zum Samstag bei einem US-Militäreinsatz in dem südamerikanischen Land gefangengenommen und außer Landes geflogen worden. Bei dem US-Angriff in Venezuela kamen nach Regierungsangaben sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben. „Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat“, sagte Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen.

US-Außenminister Marco Rubio soll nach Angaben des republikanischen Senators von Utah, Mike Lee, angekündigt haben, dass Maduro in den USA vor Gericht gestellt werden soll. Die Militärschläge wurden demnach „zum Schutz und zur Verteidigung“ derer ausgeführt, die den Haftbefehl vollstreckten. Rubio habe zudem gesagt, dass es keine weiteren Angriffe auf Venezuela geben werde.

Mehrere US-Parlamentarier haben deutliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego, schrieb im Kurznachrichtendienst X: „Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten.“

Der republikanische Senator Mike Lee aus Utah meldete ebenfalls Zweifel an: „Ich bin gespannt darauf, zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt.“

Russland hat als Verbündeter Venezuelas den US-Militärangriff auf Venezuela mit deutlichen Worten verurteilt. Das Vorgehen sei „zutiefst beunruhigend und verwerflich“, erklärte das russische Außenministerium in Moskau am Samstag als Reaktion auf den US-Angriff in Venezuela. Es gebe keine Rechtfertigung für diese „bewaffnete Aggression“. „Ideologische Feindseligkeit hat über sachlichen Pragmatismus gesiegt“, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums aus Moskau weiter.