– Ein Kellerbrand im Nürnberger Süden hat am Neujahrstag die Fernwärme lahmgelegt. Rund 200 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen oder frieren. Hilfsorganisationen waren stundenlang im Einsatz.
Ein Kellerbrand in der Galvanistraße im Nürnberger Stadtteil Hummelstein hat am Neujahrstag 2026 für erhebliche Einschränkungen gesorgt. Am frühen Abend musste der zuständige Netzbetreiber die Fernwärmeversorgung in mehreren angrenzenden Straßenzügen vorsorglich abschalten, hieß es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Betroffen sind laut BRK zwölf mehrstöckige Wohngebäude, die derzeit nicht beheizbar und damit unbewohnbar sind. Wann die Wohnungen wieder bewohnbar sein werden, war am Freitagvormittag noch unklar.
Rund 200 Anwohnerinnen und Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen oder sich zumindest auf eine kalte Nacht einstellen. Die Nürnberger Hilfsorganisationen waren mit mehreren Schnelleinsatzgruppen „Betreuung“ und „Transport“ vor Ort, unterstützt von der Sanitätseinsatzleitung, der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung sowie dem Einsatzleiter Rettungsdienst.
VAG-Bus kam bei der Evakuierung in Nürnberg zum Einsatz
Auch die VAG half bei der Evakuierung mit einem Bus. Insgesamt waren etwa 40 Einsatzkräfte rund vier Stunden im Einsatz. Der Fokus habe dabei auf pflege- und hilfebedürftigen Personen sowie auf Kindern gelegen, erklärte der Pressesprecher der Landesgeschäftsstelle des BRK, Sohrab Taheri-Sohi.
Die Helfer betreuten die Betroffenen und organisierten bei Bedarf alternative Unterkünfte. Fünf Krankentransporte von gehbeeinträchtigten Personen wurden durchgeführt. Viele Bewohner wollten ihre Wohnungen trotz der fehlenden Heizung zunächst nicht verlassen und kündigten an, im Notfall bei Bekannten unterzukommen, so der BRK-Sprecher.
Laut BRK konnte der Einsatz am 1. Januar 2025 gegen 22.30 Uhr beendet werden. Wann die Fernwärmeversorgung wieder hergestellt wird, soll am heutigen Freitag geklärt werden. Der zuständige Netzbetreiber, die N-Ergie, teilte auf Anfrage unseres Medienhauses mit, die Hausverwaltung, beziehungsweise sein zuständiger Dienstleister, müssten zunächst die Hausinstallation prüfen und dann grünes Licht geben.