
Spezialisten aus der ganzen Welt helfen dabei, die Toten von Crans-Montana zu identifizieren – die ersten vier wurden ihren Familien übergeben. Unterdessen hat sich der Bar-Betreiber erstmals öffentlich geäußert.
Zwei Tage nach der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana sind die ersten vier Todesopfer identifiziert worden. Es handele sich um die sterblichen Überreste von zwei weiblichen und zwei männlichen Opfern im Alter zwischen 16 und 21 Jahren aus der Schweiz, teilte die Polizei des Kantons Wallis mit. Die Leichen seien an die Familien übergeben worden.
Leichen an Familien übergeben
Während einer Silvesterparty war in der Nacht zum Donnerstag in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana ein Feuer ausgebrochen, während dort zahlreiche junge Menschen feierten.
40 Menschen kamen ums Leben, 119 weitere wurden verletzt. Bis Freitag konnten 113 der 119 Verletzten identifiziert werden.
Bar-Betreiber: „Alle Regularien eingehalten“
Unterdessen äußerte sich der Betreiber der Bar erstmals öffentlich. Im Nachrichtenportal „20 Minuten“ sicherte er zu, alles zu tun, um die Ursachen für das Unglück herauszufinden. Er betonte, man habe alle Sicherheitsvorgaben der Behörden in der Bar eingehalten – alles sei in Übereinstimmung mit den Regularien gewesen.
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen auch gegen die Bar-Betreiber aufgenommen. Die Frage nach dem Einhalten von Sicherheitsstandards sei ein Schwerpunkt der Untersuchungen. Eine Anklage zum Beispiel wegen fahrlässiger Tötung werde nicht ausgeschlossen. Allerdings gebe es bislang keine strafrechtlich relevanten Anhaltspunkte dafür.