Dass sich die Xbox Series X/S im Vergleich zur Konkurrenz nicht sonderlich gut verkauft, ist kein Geheimnis. Doch jetzt zeichnen Insider ein noch düstereres Bild: Neuesten Berichten zufolge erlebte Microsoft 2025 das schlechteste Jahr der Markengeschichte in Großbritannien.

Während sich die PS5 nach wie vor hervorragend verkauft – in der Black-Friday-Woche in den USA machte die Sony-Konsole zuletzt stolze 47 Prozent der Gesamtverkäufe aus – und Nintendo mit der Switch 2 weiterhin für neue Rekorde sorgt, sieht es bei Microsoft bekanntlich nicht allzu gut aus.

Bereits Ende Oktober gab der Konzern aus Redmond bekannt, dass die Xbox-Sparte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 einen weiteren Umsatzrückgang zu verbuchen hatte. Hauptverantwortlich dafür sind die Verkaufszahlen der Xbox Series X/S, die im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent einbrachen.

Und nun zeichnet ein neuer Marktbericht ein noch düstereres Bild: Das Jahr 2025 markiert für die Xbox-Marke den absoluten Tiefpunkt auf dem wichtigen britischen Markt.

Xbox erreicht historischen Tiefstand in Großbritannien

Wie Christopher Dring, Chefredakteur von The Game Business, jetzt nämlich in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst X (via TwistedVoxel) berichtet, stürzten die Verkäufe von Xbox-Konsolen im Vereinigten Königreich im vergangenen Jahr um satte 39 Prozent ab. Damit ist 2025 offiziell das schlechteste Jahr für die Marke Xbox seit Beginn der Aufzeichnungen in dieser Region.

Und laut Dring ist der Abwärtstrend kein Zufall: In einem weiteren Beitrag bestätigte er den Eindruck, dass Microsoft das Interesse am klassischen Hardware-Geschäft weitgehend verloren hat. Der Grund: Die Gewinnmargen bei den Konsolenverkäufen seien schlichtweg zu niedrig. Stattdessen liegt der Fokus fast vollständig auf dem Game Pass und Cloud-Gaming.

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Obendrein meldete sich auch Jez Corden von Windows Central zu Wort: Seiner Einschätzung nach wird sich die Lage an der Hardware-Front auch 2026 nicht bessern – und das, obwohl mit Titeln wie „Gears of War: E-Day“ und „Forza Horizon 6“ absolute Blockbuster anstehen. So erklärte auch Corden, dass der Rückzug aus dem direkten Hardware-Wettkampf gegen Sony und Nintendo eine bewusste Entscheidung der Microsoft-Führung sei.

Abgehängt von Sony und Nintendo – und selbst Peppa Pig zieht vorbei

Wie deutlich die Kluft zur Konkurrenz ist, machte Ende Dezember bereits ein Bericht von CNBC deutlich: 2025 konnten weltweit schätzungsweise gerade einmal 1,7 Millionen Einheiten der Xbox Series X/S verkauft werden. Die Nintendo Switch von 2017 kommt im gleichen Zeitraum auf etwa 3,4 Millionen Exemplare, während sich die PS5 laut Sony 9,2 Millionen Mal verkaufte.

Noch bitterer: Der bekannte Hardware-Leaker KeplerL2 vermutet in einem Beitrag auf NeoGAF, dass die tatsächlichen Verkaufszahlen der Xbox Series X/S im vergangenen Jahr sogar noch niedriger liegen und die 1-Million-Marke nur knapp erreicht haben könnten.

Besonders schockierend ist zudem die Auswertung der Black-Friday-Woche in den USA, dem traditionell stärksten Markt für die Xbox. Wie eingangs bereits erwähnt, kontrollierte die PS5 in diesem Zeitraum 47 Prozent des gesamten Marktes, gefolgt von der Switch 2 mit 24 Prozent.

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Die Xbox Series X/S schaffte es aber nicht einmal auf Platz 3: Diesen sicherte sich mit 14 Prozent die NEX Playground – eine kleine, KI-gestützte Motion-Control-Konsole für Kinder, die unter anderem Spiele wie „Peppa Pig“ oder „Bluey“ bietet. Damit rutschte die Xbox in ihrer einstigen Hochburg auf den vierten Rang ab.

Gänzlich aufgeben möchte Microsoft die Hardware-Sparte aber wohl nicht: Erst Anfang Dezember tauchten Berichte auf, denen zufolge die Xbox-Produktion künftig erhöht werden soll – und zwar um bis zu 4,8 Prozent pro Jahr. Das schließt neben der Series X/S allerdings auch Controller und weiteres Zubehör mit ein.

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