Ein Linienbus landet mit vier Insassen in einem verschneiten Straßengraben.

Stand: 03.01.2026 17:32 Uhr

Nachdem der Linienbus auf der B431 in den Graben gerutscht war, konnte die Feuerwehr die Insassen aus dem Seitenfenster befreien. Im Süden des Landes ist es weiterhin glatt – das betrifft auch einige Busverbindungen.

Nach den massiven Glätteproblemen auf den Straßen im Süden von Schleswig-Holstein hat sich die Situation am Sonnabendmorgen beruhigt – laut Polizei gab es in der Früh nur noch wenige Unfälle. Auf der B431 in Klein Nordende bei Elmshorn (Kreis Pinneberg) rutschte am Morgen ein Liniengelenkbus in den Graben und kippte auf die Seite. Vier Menschen – darunter der Fahrer – mussten von der Feuerwehr durch ein Seitenfenster befreit werden. Sie blieben unverletzt.

Busse im Kreis Pinneberg fallen teilweise aus

In Teilen des Kreises Pinneberg fallen nach dem Unfall vorübergehend auch tagsüber einige Busverbindungen aus, weil es so glatt war. Nach Angaben der Kreisverkehrsgesellschaft in Pinneberg (KViP) sind die Buslinien rund um Uetersen, Wedel, Elmshorn und Tornesch betroffen. In Elmshorn rollen die Busse inzwischen wieder – auch die anderen Linien sollen nach und nach wieder fahren.

Weitere Glätteunfälle im Süden Schleswig-Holsteins

Am frühen Morgen rutschte auf der A23 bei Pinneberg-Nord zudem ein Auto von der Fahrbahn – der Fahrer blieb dabei laut Leitstelle unverletzt. Wegen Glätte schleuderte ein Auto am späten Freitagabend auf der A7 bei Holmmoor in die Mittelleitplanke, zuvor hatte sich ein Wagen bei Quickborn (Kreis Pinneberg) quergestellt.

Schneelast: Kreis warnt davor, Sachsenwald zu betreten

Der Kreis Herzogtum Lauenburg warnt Spaziergänger außerdem davor, den Sachsenwald zu betreten. Aufgrund der erhöhten Schneelast auf den Bäumen können Äste herunterfallen. Der Kreis rät dazu, Abstand zu Bäumen und Gebäuden zu halten, von denen sich Dachlawinen lösen können.

Autobahnen im Land am Freitag mehrere Stunden gesperrt

Am Freitag hatte es in Schleswig-Holstein mehr als 130 Unfälle wegen glatter Straßen gegeben. Vor allem die Autobahnen waren betroffen: Die A23 zwischen Pinneberg-Süd und Halstenbek-Rellingen und die A7 zwischen Quickborn und der Hamburger Landesgrenze waren mehrere Stunden wegen extremer Glätte gesperrt. Die Polizei rät Autofahrern auch am Sonnabend weiterhin vorsichtig zu fahren – besonders im Süden des Landes vom Kreis Segeberg in Richtung Hamburg und Niedersachsen.

Fahrzeuge des Winterdienstes in Hamburg räumen den Schnee auf der Lombardsbrücke und streuen die Fahrbahn.

Neue Schneefälle und Eis behindern den Straßen- und Bahnverkehr im Norden. Die Frostphase soll länger anhalten. Enorme Schneelast drückt auf Bäume und Dächer.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 03.01.2026 | 10:00 Uhr