Bielefeld/München. Was in der Corona-Pandemie als Notprogramm für Studierende geboren wurde, ist heute ein Erfolgskonzept für jedermann. Die Historiker Niklas Fischer-Miyakis und Hannes Liebrandt hielten ihre ersten Vorträge im Lockdown per Audioaufnahme.

Offenbar hatten die beiden für ihre Erzählungen ein Talent. Denn was für die Uni-Historiker gut war, entwickelt sich inzwischen auch außerhalb des „Elfenbeinturms Universität“ äußerst erfolgreich. Heute sind Fischer-Miyakis und Liebrandt die Gastgeber des tausendfach gehörten Podcasts „Tatort Geschichte – True Crime meets History“.

Dass Podcasts auch auf der Live-Bühne ein tolles Erlebnis sein können, hatte die NW bereits mit dem True-Crime-Format OstwestFälle unter Beweis gestellt. Das können wir auch, dachten sich die beiden Historiker der Ludwig-Maximiliams-Uni (MLU) in München. Das Besondere: Am 17. Januar kehrt Niklas Fischer-Miyakis mit dem Live-Auftritt des Podcasts in seine Heimatstadt Bielefeld zurück.

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Live in OWL: „Eine fesselnde Zeitreise zu realen Verbrechen“

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Historiker lassen Kriminalfälle in Bielefeld lebendig werden

Fischer, der nach dem Abi am Abendgymnasium in Bielefeld für sein Studium nach Bayern gewechselt war, ist heute Dozent an der MLU für geschichtliche Didaktik. Seine gerade eingereichte Doktorarbeit befasst sich mit der Deutungstaktik der Neuen Rechten, die Vertreibungsfantasien mit der deutschen Erinnerungskultur verknüpfen. Nebenbei betreibt er mit Liebrandt den erfolgreichen Wissenschaftspodcast, der monatlich von 450.000 Hörern wahrgenommen wird.

Zwei bis dreimal im Jahr verlassen die beiden ihren virtuellen Hörsaal und erzählen live auf der Bühne packende True-Crime-Geschichten aus der nahen und fernen Vergangenheit. Sie nehmen ihre Zuhörerinnen und Zuhörer laut Ankündigung mit auf eine fesselnde Zeitreise zu realen Verbrechen, die Geschichte schrieben. Dabei geht es nicht nur um das „Was war?“, sondern immer auch um das „Was bedeutet das für uns heute?“ „Tatort Geschichte“ ist ein Podcast von Bayern 2 in Zusammenarbeit mit der Georg-von-Vollmar-Akademie.

In ihren Podcast-Folgen widmen sich die beiden Experten verschiedensten Themen, stellen den Mann vor, der in der Kubakrise die Welt rettete (Wassili Archipow), fragen sich, ob „Billy, the Kid“ der Prototyp eines Outlaws (Gesetzloser oder Geächteter) war, und beleuchten die rassistischen Angriffe von Rostock-Lichtenhagen 1992 aus heutiger Sicht. Welche bewegenden Storys das Podcast-Duo in Bielefeld lebendig werden lässt, bleibt noch geheim. Aber man munkelt, dass die Historiker sich mit Spioninnen beschäftigen werden. Ein besonderer Fokus wird auf Mata Hari liegen.

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Vorverkauf für Event auch bei der NW in Bielefeld

Für den glühenden Arminia-Fan Niklas Fischer ist die Rückkehr nach Bielefeld übrigens eine doppelte. Denn während seines Abis hatte er längere Zeit für „Fast4ward“ gearbeitet. Das ist genau die Veranstaltungsagentur, die heute den Lokschuppen betreibt. Dort, an der Stadtheider Straße 11, ist er nun live zu sehen: am Samstag, 17. Januar, ab 19 Uhr. Tickets gibt es für 38 Euro unter anderem auf der Event-Webseite der Neuen Westfälischen.

Übrigens: Wer sich für Kriminalfälle und Kapitalverbrechen aus Bielefeld, Gütersloh, Herford, Paderborn, Höxter, Detmold und Minden interessiert, wird beim Podcast OstwestFälle fündig – dem True-Crime-Podcastder Neuen Westfälischen.

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