Jan Stölben aus Deutschland auf der Strecke

Stand: 03.01.2026 16:44 Uhr

Jan Stölben hat für eine Überraschung bei dem Klassiksprint der Tour de Ski gesorgt. Der 24-Jährige konnte sich sensationell fürs Finale qualifizieren – hatte dann aber keine Chance gegen die Konkurrenz und lief als letzter Finalist und mit elf Sekunden Rückstand ins Ziel. Grund zur Freude hatte er trotzdem.

Beim ersten Anstieg fiel der Athlet aus Rheinland-Pfalz weit zurück. Der Tagessieg ging an den Norweger Johannes Høsflot Klaebo, Zweiter wurde der Franzose Jules Chappaz (+3.1 Sekunden), Dritter der Schwede Anton Grahn (+3,14s).

Stölben löst Olympia-Ticket

Als Zweiter der Lucky-Loser-Wertung zog Stölben erst ins Halbfinale ein – und drehte dann so richtig auf: Er legte couragiert los und wurde für seine All-In-Strategie belohnt: Er musste sich lediglich dem dominierenden Johannes Høsflot Klaebo geschlagen geben, zog jedoch das Ticket für den Entscheidungs-Heat.

Zum allerersten Mal in seiner Karriere hatte er es ins Finale geschafft – Stölben löste damit auch gleich das Olympiaticket. „Das Beste war, wie er gelaufen ist. Er macht wöchentlich Riesenschritte“, lobte Bundestrainer Peter Schlickenrieder seinen Schützling im ZDF.

Stölben war der einzige deutsche Athlet, der sich für das Rennen am Samstag im italienischen Val di Fiemme qualifizieren konnte. Janosch Brugger (57.), Jakob Moch (69.), Florian Notz (72.) und Friedrich Moch (75.) waren in der Qualifikation weit abgeschlagen und gingen unfreiwillig früh in den Feierabend.

Frauen-Team schrumpft

Bei den Frauen holte sich die Finnin Jasmi Joensuu den Sieg vor Nadine Faehndrich aus der Schweiz und Johanna Hagstroem aus Schweden. Die einzige deutsche Athletin, die sich am Samstag für die Viertelfinal-Heats qualifizieren konnte, war Sofie Krehl, die sich jedoch sogleich geschlagen geben musste.

Helen Hoffmann und Katherine Sauerbrey waren als 36. und 53. in der Qualifikation gescheitert. Pia Fink konnte sich mit Platz 23 zwar für das Rennen qualifizieren, sagte ihre Teilnahme wenig später aber ab. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, fühle sich die 30-Jährige „nicht vollständig fit“ und wolle eine mögliche Erkrankung vermeiden.