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Die Bahn führt 2026 neue Nachtzüge und internationale Strecken ein. Trotz Herausforderungen könnte sie zur echten Alternative zum Flugzeug werden.

Seit Jahren kämpfen europäische Bahnstrecken mit Herausforderungen. Nachtzüge wurden eingestellt, Infrastrukturprobleme bremsten den Fortschritt. Dennoch könnte 2026 das Jahr werden, in dem die Bahn wieder glänzt. Neue Hochgeschwindigkeitsverbindungen und Nachtzüge sollen Reisenden eine echte Alternative zum Flugzeug bieten. Mit diesen innovativen Konzepten und erweiterten Streckennetzen rückt Europa jetzt näher zusammen.

Von Rom nach München mit der italienischen Bahn.Mit neuen Strecken durch Europa – die Bahn bringt Städte näher zusammen. © Bruno Levesque

Für Bahnreisende gibt es 2026 viele Neuerungen. Italienische Anbieter wie Trenitalia und Italo planen, ihre Hochgeschwindigkeitszüge nach Deutschland zu bringen. Laut CNN könnten bis zu 40 neue Züge zwischen Städten wie Berlin, München und Hamburg verkehren. Die Konkurrenz zur Deutschen Bahn wächst, die mit Infrastrukturproblemen und Verspätungen kämpft. Auch Nachtzüge erleben ein Comeback: Das belgisch-niederländische Unternehmen European Sleeper will ab März die Strecke Paris–Berlin über Brüssel wiederbeleben. Die modernisierten Wagen bieten WLAN, Schlafabteile und Liegesitze.

2026 wird das Jahr der Bahn: Diese neuen Strecken verbinden Europa

Eine Premiere erwartet Reisende im Juni: Ein Nachtzug von Amsterdam nach Mailand wird eingeführt. Die Strecke führt durch vier Länder und verbindet Nordwesteuropa mit Italien und der Schweiz. Geplante Halte sind unter anderem Köln, Bern und Brig – ideal für Urlauber, die Zermatt beziehungsweise den Glacier Express besuchen möchten. Dies ist die erste regelmäßige Verbindung dieser Art seit Jahren. Der Zug soll dreimal wöchentlich fahren und sowohl Komfort als auch praktische Reisemöglichkeiten bieten.

Auch Osteuropa profitiert von neuen Verbindungen. Ab März 2026 wird die Strecke Budapest–Belgrad wieder aufgenommen, berichtet CNN. Seit 2019 war die Verbindung unterbrochen, während die Infrastruktur modernisiert wurde. In Serbien fahren Züge nun mit bis zu 200 km/h, unterstützt durch chinesische Investitionen von rund einer Milliarde Dollar. Bis zu sechs tägliche Züge sollen die beiden Hauptstädte verbinden, darunter schnelle EuroCity-Verbindungen mit Anschluss nach Wien.

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Skandinavien rückt ebenfalls näher zusammen: Ab Mai 2026 verbinden neue ComfortJet-Züge Prag und Kopenhagen. Sie fahren zweimal täglich über Dresden, Berlin und Hamburg. Die Fahrzeit verkürzt sich um drei Stunden auf etwa elf Stunden. Die Züge bieten WLAN, barrierefreie Abteile und einen Restaurantwagen. Im Sommer soll eine zusätzliche Nachtverbindung hinzukommen. Langfristig wird die Strecke noch schneller, sobald der Fehmarnbelt-Tunnel in den 2030er-Jahren fertiggestellt ist.

Trotz Fortschritten bleibt die Nachtzug-Krise ein Problem. Die österreichische ÖBB hat ihre Nightjet-Verbindungen von Paris nach Berlin und Wien eingestellt, da die französische Regierung Subventionen strich. Nachtzüge kämpfen mit hohen Kosten und Planungsproblemen. Immerhin kommen 2026 einige neue Nachtzug-Verbindungen und Strecken hinzu.

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