Von einem unangefochtenen Stammspieler zur Nummer 3 in der Abwehr: Min-jae Kim erlebt beim FC Bayern München eine erstaunliche sportliche Talfahrt. Der Südkoreaner kam im Sommer 2023 für satte 50 Millionen Euro vom SSC Neapel – und sollte die defensive Säule des Rekordmeisters werden.

Heute sitzt der hochgehandelte Innenverteidiger meist auf der Bank, weil Dayot Upamecano und Jonathan Tah die zentrale Abwehrformation bilden. Mit seinen bislang erst 790 Spielminuten spielt Kim in den Plänen von Trainer Vincent Kompany keine tragende Rolle. Dachte man.

Bayern München setzt auf Upamecano und Tah

Die Verpflichtung von Tah hat das Gefüge bei Bayern merklich verschoben. Als uneingeschränkter Stammspieler hat er Kim aus dessen ursprünglicher Rolle gedrängt – trotz dessen Schnelligkeit und Zweikampfstärke. Verletzungsprobleme haben die Situation für den Südkoreaner nur noch verschärft. Gerüchte über einen Vereinswechsel im Winter ließen daher nicht lange auf sich warten. Doch trotz seines Frusts zeigt Kim in der Transferfrage Härte: „Ein Wechsel im Januar ist ausgeschlossen“, berichtete „Sky“-Transferexperte Florian Plettenberg über den Spieler.

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Interessenten gibt es dennoch: So soll der AC Milan bereits zum Jahreswechsel beim FC Bayern angeklopft haben. Die „Rossoneri“, die Kim bereits im vergangenen Sommer verpflichten wollten, ziehen angeblich eine Leihe mit anschließender Kaufoption in Betracht – Erfolg: fraglich. Ein weiteres Kapitel des Transferpokers Auch Fenerbahce, wo Kim in der Saison 2021/22 mit bärenstarken Leistungen auf sich aufmerksam machte, soll ein Comeback ins Auge fassen. Am Bosporus schwärmt man bis heute von der „Mauer“ aus Ostasien. Eine Rückkehr nach Istanbul hat Kim jedoch abgelehnt.

Wie geht es für Kim bei Bayern München weiter?

Doch warum hält Kim trotz seiner Rolle als Reservist an München fest? Offenbar will der Defensivakteur sich im Konkurrenzkampf beweisen. Die Hoffnung: Bis Sommer könnte sich die Lage durch Verletzungen oder Formkrisen der Stammkräfte ändern. Sein Vertrag bei den Bayern läuft noch bis 2028 – diese langfristige Planung spricht gegen eine schnelle Trennung.

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Trotzdem bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Was bringt einem Spitzenverein wie Bayern München ein Innenverteidiger mit Champions-League-Format, wenn er nur auf der Ersatzbank sitzt? Kims Standhaftigkeit ehrt ihn – aber wird das reichen, um sich gegen einen Tah und einen Upamecano durchzusetzen? Letztendlich müssen die Bayern entscheiden: Ist Kim nur noch ein teurer Backup oder wird er doch zum unverzichtbaren Abwehrmann?