Samsung präsentiert eine nahtlos integrierte KI-Strategie, die auf Datensicherheit durch die erweiterte Knox Matrix mit Blockchain-Technologie setzt, um Vertrauen in vernetzte Geräte zu schaffen.

Samsung stellt auf der CES 2026 eine umfassende KI-Strategie vor, die nahtlose Integration und robuste Datensicherheit in den Mittelpunkt stellt. Kern ist eine „organische“ KI, die im Hintergrund agiert.

LAS VEGAS — Während sich die Tech-Welt auf der CES 2026 in Las Vegas trifft, positioniert sich Samsung Electronics mit einer klaren Botschaft: Künstliche Intelligenz soll unsichtbar, allgegenwärtig und vor allem sicher werden. In einer Neujahrsansprache und Vorab-Informationen zum Messestart entwirft der Konzern eine Zukunft, in der KI keine isolierte Funktion mehr ist, sondern eine durch Blockchain-Technologie abgesicherte „lebendige Plattform“.

Die „AX“-Transformation: KI wird organisch

TM Roh, Präsident der Device eXperience (DX)-Division, kündigte in seiner Rede zum 2. Januar eine strategische Wende an: „AX“ (AI Transformation). Nach dem ersten Hype um generative KI in den Vorjahren will Samsung 2026 eine „organische Integration“ erreichen. Die Intelligenz soll so nahtlos in Geräte und Alltag eingewoben sein, dass sie kaum noch auffällt – aber stets präsent ist.

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Dieser Schritt reagiert auf ein zentrales Problem: Nutzer sind oft genervt von aufgezwungenen oder abgehackten KI-Interaktionen. Samsung will die Intelligenz direkt in das Ökosystem aus Smartphones, Fernsehern und Haushaltsgeräten einbetten. Das Ziel ist eine einheitliche Erfahrung, bei der Geräte Bedürfnisse antizipieren, ohne explizite Befehle. Die auf der CES vorgestellte „AI living platform“ soll dies demonstrieren: Ein Kühlschrank mit „KI-Vision“ kommuniziert dann mit Herd und Smartphone, um die Haushaltsführung zu automatisieren.

Knox Matrix: Die Blockchain-Festung für die Privatsphäre

Das Herzstück der neuen Sicherheitsstrategie ist die Erweiterung von Samsung Knox Matrix. Die hauseigene Sicherheitslösung für Multi-Device-Umgebungen wird zum „digitalen Immunsystem“ für das gesamte KI-Ökosystem ausgebaut.

Das aktualisierte Framework basiert auf einer privaten Blockchain-Architektur. Verbundene Geräte überwachen sich damit gegenseitig auf Sicherheitsverletzungen – eine Funktion namens „Trust Chain“. Wird ein Gerät im Smart Home kompromittiert, erkennen andere die Anomalie und isolieren die Bedrohung, um die Ausbreitung zu verhindern.

Zentral ist auch „Credential Sync“. Diese Funktion verschlüsselt Daten, die zwischen Geräten geteilt werden. Selbst wenn der Datenverkehr abgefangen wird, bleiben sensible Informationen wie biometrische Daten unzugänglich. Dieser „Mehrschichten-Ansatz“ ist entscheidend, da Samsung leistungsstarke Cloud-Modelle wie Google Gemini in seine Geräte integriert. Das Unternehmen betont: Trotz Cloud-Anbindung bleibe die Kontrolle über persönliche Daten strikt beim Nutzer.

Partnerschaften und „Vision“-KI im Smart Home

Die Strategie für 2026 vertieft auch die Zusammenarbeit mit Google. Wie bereits am 22. Dezember angekündigt, nutzen neue Geräte der CES-Linie – darunter der Bespoke KI-Kühlschrank und der KI-Weinkeller – „AI Vision“-Funktionen, die von Google Gemini und der Google Cloud verstärkt werden. Das ermöglicht eine präzisere Erkennung von Lebensmitteln und automatische Inventarverwaltung.

Angesichts der Privatsphären-Bedenken bei Kameras im Wohnraum hat Samsung seine Richtlinien für visuelle Daten konkretisiert. Die „Security First“-Umsetzung soll die höchsten Sicherheitsstandards gewährleisten. Samsungs Haushaltsgeräte haben laut Unternehmen die „Diamond“-Sicherheitsbewertung von UL Solutions erhalten – ein zentrales Argument, um Verbraucherängste zu zerstreuen.

Analyse: Privatsphäre als Premium-Produkt

Samsungs aggressiver Vorstoß in die „KI-Governance“ kommt zu einem Zeitpunkt, da die Branche unter schärferer Beobachtung beim Thema Datenschutz steht. Indem das Unternehmen seine Sicherheitsschicht (Knox) ebenso prominent vermarktet wie seine KI-Features, versucht es, Privatsphäre als Premium-Produktmerkmal zu positionieren – und nicht nur als lästige Pflicht.

Analysten sehen darin auch eine direkte Reaktion auf den Wettbewerbsdruck. Da LG Electronics auf der CES 2026 eine ähnliche Vision „fürsorglicher Intelligenz“ präsentiert, setzt Samsung auf seine etablierte Knox-Marke, um die Hoheit über das Thema Sicherheit zu beanspruchen. Die „AX“-Strategie spiegelt eine Reifung des Marktes wider: Wo Hardware-Spezifikationen an Grenzen stoßen, wird die Intelligenz des Ökosystems und das nötige Vertrauen darin zum entscheidenden Schlachtfeld.

Ausblick: Die Bewährungsprobe steht noch aus

Das vollständige Ausmaß von Samsungs KI-Ökosystem für 2026 wird ab dem 6. Januar auf der CES zu sehen sein. Branchenkenner erwarten weitere Ankündigungen, wie diese Governance-Features via One UI-Updates auch auf ältere Geräte gebracht werden sollen – ein Versprechen für Nachhaltigkeit und langfristige Unterstützung.

Ob Verbraucher die Vision eines vollständig überwachten, KI-gesteuerten Zuhauses annehmen, wird letztlich von der Wirksamkeit der Knox Matrix im echten Leben abhängen. Samsung hat jedoch ein klares Zeichen gesetzt: 2026 kann KI-Nutzen nicht ohne kompromisslose Datengovernance existieren.

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