Auf Mallorca ist eine 73-jährige Schweizerin in ihrem Haus in Cala Llombards gestorben, nachdem sie sechs Monate lang keine Nahrung zu sich genommen hatte. Wie die spanische Lokalpresse, darunter Ultima Hora, berichtete, lebte das Opfer mit seinem Ehemann und einem Hund in der Wohnung und trank in dieser Zeit nur kleine Mengen Wein. Laut Ermittlungsangaben hatte die Frau aus eigenem Willen entschieden, keine Nahrung mehr zu sich zu nehmen. Eine Ärztin, die sie wenige Tage vor ihrem Tod untersucht hatte, riet ihr aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands, sich in ein Krankenhaus einweisen zu lassen.
Die Frau lehnte dies jedoch ab und unterzeichnete ein entsprechendes Dokument. Am 30. Dezember gegen 21 Uhr alarmierte ihr Ehemann die Hausärztin, als er bemerkte, dass seine Frau schwer atmete und im Bett lag. Da die Ärztin im Urlaub war, verständigte er den Rettungsdienst. Sanitäter des Rettungsdienstes eilten gemeinsam mit zwei Beamten der Guardia Civil zur Wohnung in der Calle sa Platja. Die Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen, die stark abgemagert war und etwa 30 Kilogramm wog. Ein diensthabender Gerichtsmediziner untersuchte das Opfer und ordnete die Bergung der Leiche an.
Sie wog nur noch rund 30 Kilogramm
Der Ehemann erklärte auf Englisch, seine Frau habe seit rund sechs Monaten jegliche Nahrung verweigert und wolle zu Hause sterben, nicht wie ihre Eltern im Krankenhaus. Die Guardia Civil hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Todes zu klären.
Cala Llombards ist eine malerische kleine Bucht mit Sandstrand an der Südostküste der Baleareninsel Mallorca, nahe der Gemeinde Santanyí. Sie ist bekannt für ihr klares, flaches Wasser, feinen Sand und wird von kiefernbewachsenen Felsen eingerahmt, was sie zu einem ruhigen Badeort macht, der gut mit dem Auto erreichbar ist, aber nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Siedlung ist unter anderem bei Deutschen und Schweizern sehr beliebt.