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Die erste U-Bahnlinie in München nahm 1971 ihren Betrieb auf. Doch die älteste Station der Stadt ist deutlich älter – und hat eine besondere Geschichte.
München – Die U-Bahn ist aus dem Alltag Münchens längst nicht mehr wegzudenken. Wie die Stadtwerke München berichten, ging die erste U-Bahnlinie nach sechs Jahren Bauzeit und vier Jahren Probebetrieb 1971 in Betrieb. Ein halbes Jahr später, pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen in München, ging bereits die zweite U-Bahnlinie (U3) an den Start.
Die U-Bahn ist aus Münchens Alltag längst nicht mehr wegzudenken (Archivbild). © IMAGO / Manfred SegererDas ist die älteste U-Bahnlinie in München
Die erste U-Bahn fuhr zwischen den Haltestellen Kieferngarten und Goetheplatz, also einem Teil der heutigen U6. Auch damals hieß die Linie bereits U6 – und nicht etwa U1 –, da sie eine Teilstrecke der Tramlinie 6 ablöste. Allerdings ist der älteste Abschnitt des U-Bahn-Netzes schon viel älter: Denn bereits 1938 begann man laut SWM zwischen Goetheplatz und Sendlinger Tor mit dem Bau eines S-Bahn-Tunnels – was den Bahnhof Goetheplatz zur ältesten Station Münchens macht.
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1941 wurden die Bauarbeiten allerdings kriegsbedingt eingestellt. Nach dem Krieg gab es erneut Pläne für eine unterirdische Bahn, 1964 fiel dann die Entscheidung für den Bau der U-Bahn. Der Tunnel von 1941 wurde Teil der U-Bahnlinien U6 und U3. Da der Abschnitt ursprünglich als S-Bahntunnel gedacht war und diese mehr Platz als U-Bahnen benötigen, ist der Bahnsteig am Goetheplatz laut SWM rund 15 Meter länger als die Bahnsteige an allen anderen U-Bahnhöfen.
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Fotostrecke ansehenZukunftspläne für die Münchner U-Bahn
In den kommenden Jahren soll das Netz der U-Bahn in München Stück für Stück erweitert werden. So soll die U6 vom Klinikum Großhadern bis nach Martinsried verlängert werden. Zudem ist eine Verlängerung der U5 vom Laimer Platz nach Pasing und Freiham geplant. Eine neue Linie, die U9, soll das Netz in der Innenstadt entlasten und neue Direktverbindungen ermöglichen, zum Beispiel vom Hauptbahnhof zur Allianz Arena und zum Garchinger Forschungszentrum. (Quelle: Stadtwerke München), (leo)