
Borussia Dortmund hat in der Handball-Bundesliga der Frauen die Tabellenführung übernommen.
Das Team von BVB-Coach Henk Groener bezwang am Samstagabend im NRW-Duell den bisherigen Spitzenreiter HSG-Blomberg-Lippe mit 31:26 (14:15) und verdrängte die Lipperländerinnen auf Platz zwei. Zudem hat der BVB ein Spiel weniger auf dem Konto als die HSG. Für den BVB war es der siebte Liga-Sieg in Serie. Beste Werferinnen waren Alina Grijseels (BVB/acht Tore) und Ona Vegué (HSG/neun Tore).
Der bisherige Zweite HSG Bensheim/Auerbach rutschte durch eine 29:31-Niederlage beim Thüringer HC auf Platz drei ab.
Es war das erste Pflichtspiel zwischen Dortmund und Blomberg seit Mai 2025, als die HSG im Playoff-Halbfinale der Bundesliga den BVB im entscheidenden dritten Spiel 32:26 bezwungen hatte und ins Finale eingezogen war. Dort war Blomberg HB Ludwigsburg unterlegen, das vor aktuellen Spielzeit wegen massiver finanzieller Probleme den Spielbetrieb einstellen musste.
Hart umkämpftes Match auf Augenhöhe
Beide Teams legten ein hohes Tempo hin und verteidigten hart, allein in den ersten zehn Minuten gab es vier Siebenmeter. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gelangen Blomberg durch Vegué (13. Minute) und Farelle Alicia Njinkeu (14.) zwei schnelle Tore, was der HSG erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung bescherte (7:9). BVB-Trainer Groener nahm eine Auszeit und forderte seine Spielerinnen dazu auf, im Angriff nichts zu überstürzen und die schnellen HSG-Gegenstöße besser zu unterbinden.
Angeführt von der starken Grijseels, die die Hälfte der BVB-Tore in der ersten Halbzeit erzielte, glich Dortmund kurz darauf wieder aus. Auch zwei Zeitstrafen überstanden die Borussinnen gut. Nachdem HSG-Keeperin Nicole Roth einen Siebenmeter von Egeling pariert hatte, machte es Vegué (23.) auf der Gegenseite besser und traf per Strafwurf zum 13:11 für Blomberg.
Doch der BVB legte anschließend einen 3:0-Lauf hin, den Grijseels (28.) mit dem Treffer zum 14:13 abschloss. Beim letzten Angriff in der ersten Halbzeit spielte Blomberg die Uhr runter. Vegué traf vier Sekunden vor der Sirene von Linksaußen zur 15:14-Pausenführung für die HSG – bereits ihr achter Treffer in der Partie.
BVB kommt druckvoll aus der Kabine
Dortmund kam mit Dampf aus der Kabine. Grijseels (31.), Alieke Van Maurik (33.) und Lara Egeling (34.) drehten den Rückstand in eine 17:15-Führung, ehe Vegué (35.) per Siebenmeter verkürzte. Doch Dortmunds Torhüterin Sarah Wachter wurde immer stärker und parierte Wurf um Wurf. Als Vegué einen Siebenmeter verwarf, traf Njinkeu (38.) im Gegenzug zum 19:16 für den BVB.
Nachdem Blombergs Nieke Kühne mit einem Wurf an der Latte gescheitert war, konnte Egeling (41.) den BVB-Vorsprung auf vier Tore ausbauen (22:18). Dortmund hatte die Partie nun im Griff und zwang die HSG mit einer aggressiven Defensive zunehmend ins Zeitspiel. Emma Olsson (44.) schraubte die Führung der Gastgeberinnen auf 23:18. Der BVB hielt Blomberg, das sich nun auch einige technische Fehler leistete, auf Distanz und brachte den Sieg sicher über die Zeit.
Nächster Spieltag schon am Mittwoch
Für den BVB steht bereits am Mittwoch (19.30 Uhr) das nächste Liga-Spiel bei der TuS Metzingen an. Blomberg-Lippe spielt zeitgleich beim Buxtehuder SV. Vor dem Liga-Rückspiel zwischen der HSG und dem BVB (4. April) treffen die beiden Klubs am 14. März erneut aufeinander: Im Halbfinale des DHB-Pokals.
Unsere Quellen:
- Spiel zwischen Dortmund und Blomberg am 03.01.2026
- DYN
- Internetauftritt der HBF
Sendung: WDR.de, „Dortmund gewinnt Spitzenspiel gegen Blomberg“, 03.01.2026, 21:02 Uhr