Newsblog zum Ukraine-Krieg

Partisanen spähen russisches Raketenwerk aus

Aktualisiert am 04.01.2026 – 04:40 UhrLesedauer: 28 Min.

Ein Foto der Partisanenbewegung Atesh soll ein Werk für Raketenteile in Russland zeigen.Vergrößern des Bildes

Ein Foto der Partisanenbewegung Atesh soll ein Werk für Raketenteile in Russland zeigen. (Quelle: Atesh/Telegram)

US-Präsident Trump hat sich zu Putin geäußert. Atesh-Partisanen spähen ein russisches Werk für Raketenteile aus. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Mitglieder der pro-ukrainischen Partisanenbewegung Atesh haben nach eigenen Angaben das Bryansk Auto-Werk ausgespäht. Dort sollen Fahrgestelle für die Flugabwehrsysteme S-400 und S-350 sowie für das Iskander-M-Raketensystem sowie Mehrfachraketenwerfersystem Uragan hergestellt werden. Das berichtet die Bewegung laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform auf Telegram.

Nach Angaben der Partisanen dokumentiert die Aufklärung Produktions- und Verwaltungsgebäude, Lagerinfrastruktur sowie Zufahrts- und Logistikwege des Werks. Zudem werde am Standort Aktivität im Zusammenhang mit der Erfüllung von Rüstungsaufträgen festgestellt. Die gewonnenen Daten seien an die Verteidigungskräfte der Ukraine übermittelt worden und könnten zur Planung gezielter Maßnahmen gegen die militärisch-industrielle Infrastruktur genutzt werden, heißt es in der Mitteilung.

Die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen haben nach ukrainischen Angaben über „Rahmendokumente“ zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gesprochen. Zu den am Samstag erörterten Dokumenten gehörten laut Verhandlungsführer Rustem Umerow „Sicherheitsgarantien und Ansätze für den Friedensplan“. Zudem sei es bei dem Treffen um die „Abfolge weiterer gemeinsamer Schritte“ gegangen, erklärte Umerow im Onlinedienst Telegram.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit „Diktatoren“ umzugehen ist. „Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen“, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten. Selenskyj bezog sich offenbar auf Kremlchef Putin, ohne diesen namentlich zu erwähnen.

Selenskyj hat Putin wiederholt als Diktator bezeichnet und hält ihn für keinen legitimen Staatschef. Er äußerte sich zur Lage in Putins Krieg gegen die Ukraine nach weiteren Verhandlungen in Kiew, bei denen nationale Sicherheitsberater über den künftigen Schutz für die Ukraine gesprochen hatten. Selenskyj kündigte weitere Gespräche an.

Der Präsident forderte erneut solide Sicherheitsgarantien der USA und der europäischen Staaten, die nach einem Kriegsende vor künftigen russischen Angriffen Schutz für die Ukraine bieten sollen. Das bedeute ganz klar, dass „auf jeden Fall“ mindestens französische und britische Truppen in der Ukraine stationiert sein würden, sagte Selenskyj. Russland, das an den Gesprächen nicht beteiligt ist, warnt immer wieder vor der Stationierung von Soldaten aus Nato-Staaten in der Ukraine. Ein Friedensabkommen ist weiter nicht in Sicht.

US-Präsident Donald Trump ist unzufrieden mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem andauernden Krieg gegen die Ukraine. „Ich bin nicht begeistert von Putin. Er tötet zu viele Menschen“, sagte Trump auf einer Pressekonferenz zur
US-Militäraktion in Venezuela. Weiter äußerte sich Trump nicht zum Krieg in der Ukraine.