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Lärmende Glascontainer in München-Untergiesing führen zu großem Ärger. Anwohner erlebten sogar Bedrohungen und Verfolgungen bis ins Treppenhaus.
München – Die Glascontainer in der Gerhardstraße in Untergiesing waren im vergangenen Jahr immer wieder Thema im zuständigen Bezirksausschuss (BA). Anwohner berichteten, dass sich Recycling-Willige nicht an Einwurfzeiten hielten. Selbst nachts und an den Wochenenden seien sie von zerspringendem Glas gestört worden. Als Anwohner die Container-Nutzer darauf hinwiesen, war es zu Beleidigungen gekommen. Einige Anwohner berichteten, sie seien bedroht und bis ins Treppenhaus verfolgt worden. Die Polizei ist über die aufgeheizte Lage informiert.
Die Wertstoffinsel an der Gerhardstraße in München. © Google MapsStreit um Wertstoffinsel in München-Untergiesing eskalierte – Sind Unterflur-Container die Lösung?
Um die Situation zu entschärfen, möchte die Grünen-Fraktion im BA nun prüfen lassen, ob die Wertstoffinsel in der Gerhardstraße unter die Erde verlegt werden könnte. Sogenannte Unterflur-Container werden in München bislang nur bei Neubauprojekten installiert. Dabei werden die Abfallbehälter in Betonschächten unter die Erde verlegt, Passanten sehen von ihnen nur eine oberirdische Einwurfsäule. Spezielle Entsorgungsfahrzeuge können die Container mit einem Kran aus dem Boden heben und leeren.
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System bisher nur bei Neubauten – Einbau kostet wohl rund 15 000 Euro
Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand: Es spart Platz, Anwohner werden weniger durch Geruch, Ungeziefer und eben Lärm gestört. Günstig ist der Einbau jedoch nicht: Der Abfallwirtschaftsbetrieb München geht von Kosten in Höhe von 15 000 Euro aus. Bei einer öffentlichen Wertstoffinsel müsste das wohl die Stadt zahlen.
Jeder hat eigene Wahrzeichen: München teilt sich in 25 Stadtbezirke, die sehr unterschiedlich sind
Fotostrecke ansehenNeuer Standort könnte nötig werden
Die Grünen möchten dennoch prüfen lassen, ob Unterflur-Container überhaupt möglich sind. Sollten im Erdreich Leitungen verlaufen, müsste nach einem alternativen Standort gesucht werden. Der BA stimmte dem Vorschlag einstimmig zu.