- Grossbritannien und Frankreich griffen den IS in Syrien an.
- Sie trafen ein mutmassliches Waffenlager nördlich von Palmyra.
- Der IS gilt seit 2019 als besiegt, die Terrormiliz bleibt aber eine Gefahr in der Region.
Grossbritannien und Frankreich haben britischen Angaben zufolge einen gemeinsamen Luftangriff auf eine Anlage der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien geflogen.
Am späten Samstag habe die «Royal Air Force in einer gemeinsamen Operation mit Frankreich» erfolgreich ein mutmassliches unterirdisches Waffenlager des IS nördlich von Palmyra getroffen, erklärte das britische Verteidigungsministerium am frühen Sonntagmorgen. Das Gebiet sei «frei von jeglicher zivilen Besiedlung» gewesen.
Anti-IS-Koalition wurde 2014 gegründet
Das zentralsyrische Palmyra war Mitte der 2010er-Jahre zeitweise vom IS besetzt. Vor wenigen Wochen waren zwei US-Soldaten und ein Übersetzer mit US-Staatsangehörigkeit bei einem Angriff eines mutmasslichen IS-Mitglieds in Palmyra getötet worden. Daraufhin griff die US-Armee mehr als 70 Ziele der Dschihadistenmiliz in Syrien an.
Es war der erste Vorfall dieser Art seit dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad durch die islamistische HTS-Miliz und ihre Verbündeten im Dezember 2024. Es war auch der erste Vorfall seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Syrien und den USA.
Die US-geführte internationale Anti-IS-Koalition, der Frankreich und Grossbritannien angehören, war 2014 gegründet worden, um das von den Islamisten ausgerufene «Kalifat» in Syrien und im Irak zu zerschlagen. Seit 2019 gelten die Jihadisten als besiegt. Viele IS-Kämpfer zogen sich aber in riesige Wüstengebiete in beiden Ländern zurück und gelten weiterhin als Gefahr.
Jonas Bucher ist Blattmacher stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks bei 20 Minuten. Er ist seit 25 Jahren in der Medienbranche tätig und 20 Minuten stets treu geblieben.

