
Dieser Film befindet sich inzwischen auf Platz eins der Amazon-Charts.Bild: amazon
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Amazon hat in den Streaming-Charts eine neue Nummer eins. Dabei handelt es sich um einen Kriegsfilm, der bereits in ausgewählten Kinos seine Premiere feierte. Nun ist die Produktion exklusiv beim Streamingdienst zu sehen.

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Zuletzt hielt sich die Videospiel-Verfilmung „Fallout“ wacker an der Spitze der Amazon-Charts. Mitte Dezember lief die zweite Staffel an, wöchentlich gibt es eine neue Folge zu sehen. Mit Start des Anti-Kriegsdramas „Der Tiger“ von Dennis Gansel („Die Welle“) verliert die Serie nun den ersten Platz.
Am 2. Januar wurde das deutsche Original von Amazon MGM Studios auf dem Streamingdienst veröffentlicht und holt sich nur einen Tag nach dem Startdatum die Spitzenposition. Zuvor konnte „Der Tiger“ bereits in ausgewählten deutschen Kinos angesehen werden.
„Der Tiger“ bei Amazon: Darum geht es
Die Geschichte ist angesiedelt im Jahr 1943, Schauplatz ist die Ostfront im Zweiten Weltkrieg. Eine fünfköpfige Besatzung begibt sich auf eine gefährliche und geheime Mission in das Gebiet des Feindes und damit an die Frontlinie.
Zu der Gruppe gehören Philip Gerkens (David Schütter), Christian Weller (Laurence Rupp), Helmut (Leonard Kunz), Keilig (Sebastian Urzendowsky) und Michel (Yoran Leicher).
Sie befinden sich dabei in einem deutschen Tiger-Panzer. Währenddessen werden sie mit Drogenrausch und den Abgründen der Menschlichkeit konfrontiert. Die Kameradschaft droht zu zerbrechen.
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„Der Tiger“ will „kein klassischer Kriegsfilm“ sein
Amazon betont selbst, dass die Eigenproduktion sich von anderen Kriegsfilmen klar abgrenzt. Dazu wird erklärt: „Das Antikriegsdrama ist ein schonungsloser Blick in die Abgründe des Zweiten Weltkriegs – und in die Psyche der Soldaten, die ihn geführt haben.“
Auch heißt es: „‚Der Tiger‘ ist kein klassischer Kriegsfilm, sondern ein psychologisches Drama über Schuld, Ohnmacht und den Verlust von Menschlichkeit im Ausnahmezustand.“ Im Mittelpunkt stehe der psychische Verfall und das, was vom Menschen übrig bleibe, wenn alle moralischen Maßstäbe fallen.
Dabei soll es um die inneren Konflikte der Soldaten gehen, „ihre Abhängigkeit vom Methamphetamin der Wehrmacht und die zunehmende psychische Entfremdung“.
Kriegsfilm bekommt für harte Szenen viel Lob
Auf der Online-Datenbank IMDb kommt „Der Tiger“ bisher auf 6,9 von 10 möglichen Sternen. Ein Zuschauer meint:
„Ein seltener deutscher Kriegsfilm, der Klischees vermeidet. ‚Der Tiger‘ ist kein Hollywood-Spektakel, kein Actionfilm und keine Tarantino-artige Ironieübung. Er wirkt realistisch, spannend und sehr menschlich, ohne in Sentimentalität abzudriften.“
Die Panzerszenen würden zudem dieselbe beklemmende Atmosphäre wie im Klassiker „Das Boot“ erzeugen. So sieht es auch dieser Zuschauer: „Dieser Film war für mich eine wirklich positive Überraschung. Er hebt sich deutlich von den üblichen Kriegsfilm-Kopien ab und schafft es, etwas Einzigartiges und Unvergessliches zu schaffen.“
Auch wird betont: „Die Regie ist herausragend: Die Szenen im Panzer sind mit unglaublicher Intensität und Authentizität inszeniert. Hinzu kommt, dass die Darsteller durchweg starke Leistungen abliefern und sie jede Figur überzeugend wirken lassen.“
Seit dem 2. Januar kann „Der Tiger“ bei Amazon Prime in der Flatrate gestreamt werden, vorausgesetzt, es besteht ein aktives Abo. Da es sich hier um eine Eigenproduktion handelt, gibt es den Film auch nur bei dem Streamingdienst.