Die Unternehmen in Berlin erwarten wegen des Stromausfalls in der Hauptstadt schwere wirtschaftliche Folgen. „Wir rechnen mit Schäden in Millionenhöhe an Anlagen und Maschinen und durch hohe Umsatzausfälle“, teilte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), Alexander Schirp, mit. Der Stromausfall führe zu extremen Belastungen für die Unternehmen. 

UVB dringt auf mehr Schutz

Der Verband hält einen besseren Schutz sensibler Anlagen für nötig. „Der Stromausfall zeigt, dass unsere Infrastruktur nicht ausreichend und zeitgemäß gegen Angriffe und Unfälle geschützt ist“, sagte Schirp. „Das ist ein ernstes Problem und schürt Unsicherheit in der Wirtschaft.“ Es müsse bessere Konzepte für den Schutz und Reaktionspläne für den Krisenfall geben.

Rund 38.000 Haushalte und mehr als 2.000 Gewerbekunden sind wegen des Stromausfalls noch nicht wieder am Netz. Der Betreiber Stromnetz Berlin geht davon aus, dass alle betroffenen Haushalte erst am Donnerstag wieder mit Strom versorgt werden können. Der Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde hatte am Samstag wichtige Leitungen beschädigt. Nach den Worten des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) ist der Stromausfall Folge eines politisch motivierten Anschlags. Die Täter seien „offenkundig Linksextremisten“, sagte er.