Dem Cyberangriff auf den Onlineshop der Marketing-Kampagne „The Länd“ sind offenbar eine zweistellige Zahl an Kunden zum Opfer gefallen. Das teilte das Staatsministerium auf Nachfrage mit. Nach Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden gehe man aktuell von einer niedrigen zweistelligen Zahl geschädigter Personen aus, sagte ein Sprecher. 

Dabei ging es laut Sprecher mehrheitlich um dreistellige Beträge, die den betroffenen Kundinnen und Kunden vom Konto gestohlen wurden. Allerdings heiße das nicht, dass die Opfer auf dem Verlust sitzenbleiben müssten. Bei rascher Meldung an die Bank kann es unter Umständen zurückgebucht werden.

Kunden sollten Kontobewegungen beobachten

Insgesamt sind nach Angaben des Staatsministeriums, das den Shop betreibt, alle 184.000 Kundinnen und Kunden des Onlineshops per E-Mail über den Vorfall informiert worden. Der Cyberangriff sei durch Meldungen von Kunden entdeckt worden, die beim Bezahlprozess skeptisch geworden seien.

Kundinnen und Kunden sollten Konto- und Kreditkartenabrechnungen genau prüfen, besonders auf Abbuchungen zugunsten der Monobank, heißt es vom Ministerium. Bei Auffälligkeiten sollten die Karten gesperrt, das eigene Kreditinstitut informiert und Strafanzeige erstattet werden.

Hacker nutzten Sicherheitslücke im Shopsystem

Die Angreifer hatten vom 27. bis 29. Dezember eine bislang unbekannte Sicherheitslücke im Shopsystem ausgenutzt. Die Täter richteten laut Staatsministerium eine gefälschte Bezahlseite ein, um Zahlungen einzuziehen. Auch Kundendaten wie Mailadressen können abgegriffen worden sein. „Eine genaue Analyse, welche Daten abgegriffen wurden, läuft noch“, so der Sprecher.

Im „The Länd“-Shop vermarktet das Staatsministerium Werbeartikel aller Art – vom Hoodie bis zu Plätzchenausstechformen.