Matt Firor erklärt seinen Abschied von ZeniMax: Microsofts Streichung von „Project Blackbird“ beendete seinen Traum

Nach Monaten der Spekulation hat sich Matt Firor, langjähriger Studioleiter von ZeniMax Online Studios und prägende Figur hinter The Elder Scrolls Online, erstmals ausführlich zu seinem überraschenden Weggang geäußert. Der Grund ist die Einstellung des MMO-Projekts Blackbird im Zuge der großen Entlassungs- und Kürzungswelle letzten Sommer bei Microsoft.

Nach dem Aus für sein Herzprojekt hielt ihn nichts mehr im Studio

In einem Beitrag auf der Plattform Bluesky machte Firor kürzlich deutlich, dass es keinen geheimen Hintergrund gebe. „Die offensichtlichste Erklärung ist auch die richtige“, schrieb er. Project Blackbird sei das Spiel gewesen, auf das er seine gesamte Karriere hingearbeitet habe. Die Entscheidung, das Projekt zu stoppen, habe letztlich zu seiner Kündigung geführt.

Nach insgesamt 18 Jahren im Unternehmen verließ Firor ZeniMax Online Studios am 2. Juli 2025. Am selben Tag wurden erste Berichte öffentlich, dass Project Blackbird – ein seit 2018 entwickeltes MMO mit Loot-Shooter-Anleihen, offenbar inspiriert von Destiny – den Sparmaßnahmen von Microsoft zum Opfer gefallen war. Die Kürzungen trafen zahlreiche Xbox-Studios, auch andere ambitionierte Titel wie Rares Everwild wurden eingestellt.

Besonders bitter wirkt rückblickend, dass das Spiel intern offenbar gut ankam. Berichten zufolge zeigte sich Xbox-Chef Phil Spencer bei einer internen Präsentation so begeistert von Blackbird, dass er kaum vom Controller loskam. Dennoch reichte selbst positives Feedback aus der Führungsebene nicht aus, um das Projekt zu retten.

Firor betonte in seinem Statement vor allem seine Verbundenheit mit dem Team. Seine Gedanken seien bei den vielen Entwicklerinnen und Entwicklern. „Mit ihnen habe ich teilweise über 20 Jahre zusammengearbeitet – einige der talentiertesten und engagiertesten Menschen der Branche“, sagt Firor.

Wie es für ihn persönlich weitergeht, ist noch offen. Er habe derzeit noch keinen festen Plan, sitze aber auch nicht untätig herum. Zwar denke er derzeit nicht konkret über die Gründung eines neuen Studios nach, doch unterstütze er kleinere Teams informell und habe in einige junge Projekte investiert, von denen er überzeugt sei, dass sie die Spieleindustrie künftig prägen werden.

Wie steht ihr zum Aus des Projekts? Habt ihr vielleicht darauf gewartet?