Seit Jahresbeginn ist für den Zollhandel mit Frankreich nur noch die neue, SIREN-basierte EORI-Nummer gültig. Fehler führen zu Warenblockaden und Verzögerungen.

Ab sofort gelten verschärfte Regeln für den Handel mit Frankreich. Seit dem 1. Januar 2026 akzeptiert der französische Zoll nur noch EORI-Nummern im neuen SIREN-Format. Die alte SIRET-basierte Kennung ist ungültig – eine direkte Gefahr für den Warenfluss.

Was ändert sich für Exporteure und Importeure?

Der Kern der Reform ist ein struktureller Wechsel bei der europäischen Wirtschaftsbeteiligten-Registrierungsnummer. Bisher basierte die französische EORI-Nummer auf der 14-stelligen SIRET-Kennung, die auch eine Niederlassungsnummer enthielt. Jetzt ist nur noch die neunstellige SIREN-Nummer des Hauptsitzes gültig. Das neue Format lautet „FR“ gefolgt von neun Ziffern.

Diese Änderung soll die Abläufe vereinheitlichen. Nach EU-Vorgaben soll jede juristische Person nur eine EORI-Nummer besitzen. Die Umstellung harmonisiert Frankreich mit den anderen Mitgliedstaaten und vereinfacht den Datenaustausch.

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Übergangsfrist ist ausgelaufen – was droht bei Nichtbeachtung?

Eine einjährige Schonfrist, in der beide Formate parallel genutzt werden konnten, endete am 31. Dezember 2025. Seit dieser Woche sind Verstöße folgenreich. Das automatisierte Zollsystem DELTA I/E weist Deklarationen mit der alten Nummer zurück.

Die Konsequenzen für Unternehmen sind konkret:
* Blockierte Waren: Die Zollabfertigung wird verweigert, Lieferungen bleiben in Häfen oder an Grenzen stecken.
* Kosten und Verzögerungen: Es drohen Lager- und Liegegebühren, während die korrekte Nummer beschafft wird.
* Administrative Engpässe: Ein Ansturm auf das Zollportal SOPRANO könnte die Bearbeitung weiter verzögern.

Besonders betroffen sind kleinere Betriebe und Gelegenheitsexporteure. Größere Unternehmen und zertifizierte Authorized Economic Operators (AEO) wurden oft automatisch migriert.

So handeln Sie jetzt richtig

Unternehmen, die unsicher sind oder bereits Probleme haben, müssen schnell reagieren. Der einzige offizielle Weg führt über das Portal SOPRANO der Douane France.

Experten raten zu diesen Schritten:
1. Status prüfen: Kontrollieren Sie, ob bereits eine SIREN-basierte EORI-Nummer für Ihr Unternehmen existiert. Der Zoll hat in vielen Fällen automatisch eine generiert.
2. Neuantrag stellen: Falls nicht, müssen Sie über den SOPRANO-EORI-Dienst eine neue Nummer beantragen, die mit Ihrer SIREN verknüpft ist.
3. Partner informieren: Die gültige Nummer muss umgehend an alle Zollspediteure, Logistikpartner und Steuervertreter kommuniziert werden.

Die Beantragung ist in der Regel kostenfrei. Branchenwarnungen mahnen, vor unseriösen Drittanbietern mit Gebührenforderungen für diesen Service Abstand zu nehmen.

Teil einer europäischen Digitalisierungsoffensive

Die Reform ist kein Einzelfall. Sie ist Teil der umfassenden Digitalisierung der EU-Zollunion im Rahmen des Union Customs Code (UCC). Die einheitliche Identifikation ist eine Grundvoraussetzung für reibungslose Abläufe in Systemen wie DELTA I/E.

Die Botschaft an alle, die mit Frankreich handeln, ist eindeutig: Die Ära der standortspezifischen Zollnummern ist vorbei. Die einheitliche Unternehmenskennung ist jetzt der einzige Schlüssel zum französischen Markt – und ihre korrekte Verwendung entscheidet über pünktliche Lieferungen.

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