Stand: 04.01.2026 13:56 Uhr

Wegen des winterlichen Wetters mit Schneefall ist der Zugverkehr in Niedersachsen und Bremen eingeschränkt. Schnee und Glätte sorgen zudem seit Samstagabend für zahlreiche Unfälle in weiten Teilen des Landes.

Allein in Oldenburg meldete die Polizei seit Samstag mehr als 80 wetterbedingte Unfälle, in und um Hannover waren es sogar mehr als 90 Unfälle. Meist blieb es demnach bei Blechschäden. So kam in Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) ein 39-jähriger Fahrer den Angaben zufolge in einer Linkskurve von der Fahrbahn und kollidierte mit einem Baum. Der siebenjährige Beifahrer wurde dabei leicht verletzt. Auch in Delmenhorst, im Landkreis Rotenburg, Bremen und im Emsland meldete die Polizei Glätteunfälle. Nach Angaben der Polizei fuhren die meisten Autos sich fest oder rutschten von der Straße.

13 Unfälle auf Autobahnen in Niedersachsen

Auch auf den Autobahnen kam es seit Samstag zu wetterbedingten Verkehrsunfällen. Nach Angaben der Autobahnpolizei Ahlhorn ereigneten sich zehn Unfälle auf der A1, zwei auf der A29 und einer auf der B75. Demnach blieb es auch hier bei Blechschäden. Der dabei entstandene Schaden wird laut Polizei auf etwa 125.000 Euro geschätzt. Die Polizei appelliert, die Fahrweise an die Witterung anzupassen und achtsam und vorsichtig zu fahren.

Busverkehr in Hannover eingestellt

Wegen des winterlichen Wetters ist auch der Busverkehr in weiten Teilen Niedersachsens stark beeinträchtigt. In Hannover hatte die Üstra den Busverkehr am Samstagabend eingestellt, ab Sonntagmittag sollte der Betrieb nach Auskunft des Betreibers „schrittweise“ wieder anlaufen. Auch in Lüneburg und Oldenburg fahren die Busse wieder. In Oldenburg kann es aufgrund der Wetterverhältnisse jedoch noch zu Verspätungen kommen, wie die Betreiber auf der Website mitteilten.

Bahnverkehr in weiten Teilen eingeschränkt

Auch auf den Schienen macht sich der Schneefall bemerkbar. Betroffen ist vor allem der Regionalverkehr, wie Deutsche Bahn und Metronom am Samstag mitteilten. Aber auch im Fernverkehr kommt es zu verspäteten Zügen oder Ausfällen. Betroffen sind laut der Deutschen Bahn einzelne ICE-Verbindungen nach Berlin und Verbindungen von Oldenburg nach Karlsruhe.

200 Passagiere müssen aus Zug geholt werden

Von Metronom heißt es, angesichts des vielen Neuschnees stießen die Weichenheizungen zunehmend an ihre Grenzen. Der Schnee könne nicht vollständig abgetaut werden. In vielen Fällen gefriere er sofort wieder. Vereinzelt fallen laut Metronom Weichen und Signale aus. Aufgrund festgefrorener Weichen konnte der Metronom von Bremen nach Hamburg am späten Samstagabend nicht mehr weiterfahren. NDR Informationen zufolge stand der Zug für etwa drei Stunden im Bahnhof von Buchholz (Landkreis Harburg). Schließlich mussten die rund 200 Passagiere aus dem Zug geholt werden.

Einschränkungen vor allem rund um Bremen

Die Deutsche Bahn (DB) meldet insbesondere massive Einschränkungen im Raum Bremen. Auf folgenden Linien müssen Fahrgäste laut DB mit verspäteten Zügen und teilweisen Ausfällen rechnen:

  • RE 1 Norddeich Mole – Bremen Hbf – Hannover Hbf
  • RE 8 Bremerhaven-Lehe – Hannover Hbf
  • RE 9 Osnabrück Hbf – Bremen Hbf – Bremerhaven-Lehe

Die Reisezeit könne sich um etwa eine Stunde verlängern, so die Bahn. Auch in Süd-Niedersachsen sind einige Verbindungen betroffen. Laut DB sind auf der Linie RB 80/81 Göttingen – Bodenfelde – Nordhausen und der Linie RB 82 Göttingen – Kreiensen – Bad Harzburg Verspätungen und Teilausfälle möglich.

Ein Räumfahrzeug fährt im dichten Schneetreiben über eine Straße bei Hannover.

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Skifahrer und Snowboarder warten auf den Liftbetrieb am Wurmberg.

Nach den Schneefällen liegen im Harz bis zu 40 Zentimeter Schnee. Im Laufe des Tages soll noch mehr Schnee fallen.

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