Die Sickergrube ist voll: THW sorgt im Flüchtlingsheim für Abhilfe

Das Technische Hilfswerk ist mit einem Gerätewagen zur Gemeinschaftsunterkunft Am Beelitzhof ausgerückt: Weil die große Unterkunft unter Straßenniveau gebaut wurde, fördert eine elektrisch betriebene Hebeanlage das Schwarzwasser auf Straßenniveau. Ohne Strom lief die Sickergruppe voll. Jetzt tuckert ein Generator und versorgt die Hebe-Pumpe der Unterkunft wieder mit Strom.

„Wir bleiben so lange, bis die Sickergrube leer ist“, sagt eine ehrenamtliche THW-Mitarbeiterin. Nach einem Tag sei die Grube zwar wieder voll und das THW müsse wiederkommen, „doch dann können die Leute erst mal weiter aufs Klo gehen“, ergänzt ein Kollege. Dann gibt es ein Problem: „Die Scheiße ist festgefroren“, ruft ein THWler.

Das Team ist seit fast zwölf Stunden auf den Beinen. Um 4.30 Uhr sei der Alarm losgegangen, um 5 Uhr hatten die sechs Männer und Frauen des Ortsverbands Tempelhof-Schöneberg ihr Fahrzeug besetzt. Erst sei Strom für ein Seniorenheim installiert worden, dann ging es zur vollen Sickergrube. Die sechs Ehrenamtlichen hoffen, dass sie um 17 Uhr abgelöst werden. Mental, das merkt man im Gespräch, haben sie sich bereits darauf eingestellt, dass es auch länger dauern könnte. (bob)